Nach Zugsentgleisung: Die S-Bahnen fahren wieder normal

Rechtzeitig zum Pendlerverkehr läuft alles wieder rund. Die SBB haben die Schienen an der Unfallstelle zwischen Schwerzenbach und Nänikon-Greifensee repariert. Warum die Nacht-S-Bahn am Samstag entgleist ist, bleibt weiterhin unklar.

Video «Unklare Unfallursache» abspielen

Unklare Unfallursache

2:49 min, aus Schweiz aktuell vom 18.2.2013

Bis auf zwei Räder stand die Nacht-S-Bahn komplett neben den Geleisen. Warum sie auf der schnurgeraden Strecke zwischen Schwerzenbach und Nänikon-Greifensee aus den Schienen sprang, ist den Verantwortlichen ein Rätsel. «So etwas habe ich noch nie gesehen», sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig im Interview mit dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen von SRF.

« «So etwas habe ich noch nie gesehen.» »

Das Geleise ist auf einer Länge von 300 Metern beschädigt, 10 bis 15 Meter davon sind  komplett zertrümmert. Die Trümmer werden von den Fachleuten der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle geborgen. Sie sollen helfen, die Ursache der Entgleisung abzuklären.

Zwei Pneukrans im Einsatz

Die SBB sind seit dem frühen Samstagmorgen mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Ein Pneukran hat die Lokomotive und drei der entgleisten Wagen angehoben und auf die Schienen zurückgestellt. Für den Triebwagen mussten die SBB einen Spezialkran auf Schienen kommen lassen. Am Samstagabend 21 Uhr war die Unfallstelle soweit geräumt, dass der Bahnverkehr eingleisig wieder aufgenommen werden konnte.

Am Montagmorgen wieder Normalzustand

Die Reparaturarbeiten am beschädigten Gleis gestalteten sich aufwändig. Schwellen, Schienen und auch der Schotter mussten neu verlegt werden. Die Arbeiten konnten aber in der Nacht auf Montag beendet werden - rechtzeitig zum Pendlerverkehr. Seit dem frühen Montagmorgen verkehren laut SBB alle vier S-Bahn-Linien auf dieser Strecke wieder gemäss Fahrplan.