Neue Initiative gegen Stau auf den Strassen

Die SVP des Kantons Zürich kritisiert die Verkehrspolitik des Kantons. Einen Grund für den alltäglichen Stau auf den Strassen sieht die SVP im Rückbau von Strassen. Mit einer neuen Anti-Stau-Initiative will sie die Kapazitäten auf den Strassen wieder ausbauen.

Stau auf der Zürcher Hardbrücke beim Eindunkeln: die Autos bilden eine Lichterschlange.

Bildlegende: Staumeldungen gehören heute zum Alltag. Keystone

Für die SVP des Kantons Zürich ist es klar - der motorisierte Individualverkehr wird immer mehr zunehmen. Die Nachfrage soll mit einer vorausschauenden Strassenplanung bewältigt werden. Verkehrsberuhigende Massnahmen, wie sie die Regierung immer mehr einführt, förderten den Stau, anstatt ihn zu bewältigen.
Das seien Verkehrsschikanen, kritisiert die SVP.

Es dürften keine Fahrspuren mehr abgebaut werden. Nur gut ausgebaute Verkehrswege könnten das steigende Verkehrsaufkommen jederzeit bewältigen. Ein funktionierendes Strassennetz sei die Grundlage für Wirtschatswachstum. Mit einer neuen Volksinitiative will die SVP des Kantons Zürich deshalb gegen den Rückbau des Strassennetzes kämpfen.

Mehr Populismus anstatt sinnvoller Vorschlag

Die Initiative stösst auf Kritik. Markus Knauss, Co-Geschäftsführer des VCS Zürich und Zürcher Gemeinderat der Grünen versteht die Lancierung nicht. «Die Initiative propagiere zu einfache Lösungen», sagt Markus Knauss gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Ausserdem mache die Regierung genug für den Strassenverkehr. Wie gross die Chancen sind, dass die Initiative durchkommt, ist schwer abzuschätzen. Die Zürcher Bevölkerung hat 2011 eine ähnliche Initiative bachab geschickt.