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Zürich Schaffhausen Neue Zürcher Eisenbahnbrücken kosten 17 Millionen Franken mehr

Sie sind zentrale Bauwerke für die neue Durchmesserlinie und sie bereiteten der SBB in den letzten Monaten viel Ärger: Die neue Letzigraben-Brücke und die Kohledreieckbrücke. Sie wurden zu schwach gebaut und mussten für viel Geld aufwändig verstärkt werden. Wer die Kosten trägt, ist noch unklar.

Inspektoren entdeckten die Planungsfehler im November 2013: In den Brücken zeigten sich Risse. Die Untersuchung ergab, dass die Bodenplatten im Bereich der Pfeiler zu dünn waren. Die Lösung hätte ihnen Kopfzerbrechen bereitet, sagt Projektleiter Roland Kobel.

Komplizierte Flickaktion

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verkehr wurde sie dann gefunden: Über jedem der 30 Pfeiler werden sechs bis acht Vorspannkabel aus Stahl über die Fahrbahn eingezogen und an der Aussenseite über Ankerköpfe fixiert. Die Querspannkabel halten den Betontrog zusammen und verhindern, dass sich die Bodenplatte nach oben wölben kann. Anstelle eines Schotterbettes wird eine feste Fahrbahn eingebaut. «Die Brücken sind nun definitiv stark genug für die Züge», versichert Kobel gegenüber Radio SRF.

Wer trägt die Kosten?

Passiert ist der Berechnungsfehler in einem privaten Ingenieurbüro, welches für die SBB die Brücken plante. Wer wie viel an die 17 Millionen Franken Mehrkosten bezahlen muss ist nun die grosse Frage. Darüber werde im Hintergrund gestritten, sagt Kobel. Trotzdem ist er zuversichtlich: «Wir werden eine gute und faire Lösung finden.»

Im Herbst beginnen die ersten Testfahrten, ab Dezember fahren dann je fünf Intercity und fünf S-Bahn-Linien über die neuen Brücken.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Nur die Teufelsbrücke unterhalb Andermatt kostete weniger als budgetiert und steht heute noch.
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  • Kommentar von Paul Grunder, Teufen AR
    Bei der SBB wird nichts gebaut ohne Prüfingenieur und ohne ausführlichen Prüfbericht mit Nachrechnungen auf 4 Kommastellen genau. Somit haben Bauherr, Ingenieur und Prüfingenieur versagt. Das ist schon sehr merkwürdig. Man deckt sich gegenseitig und findet eine faire Lösung, man hat ja zusammen studiert und klopft sich gegenseitig auf die Schultern.
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    1. Antwort von W. Pip, Züri
      ...was einmal mehr zeigt: in Industrie und Dienstleistung sind teuer zertifizierte Apparatschiks am Werk, welche in eine völlig aufgeblasenen Administration die eigentliche Umsetzung von Projekten behindern, verkomplizieren, am Schluss NICHTS bringen, nur kosten und -wegen des abgeblichen Fachkräftemangels- auch noch zum Einwanderungsdruck beitragen. Auch bei meinem Arbeitgeber könnte man ganze Abteilungen entlassen, ohne dass irgendetwas passieren würde (ausser brutal viel Geld einsparen)...
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