Neuer Anlauf fürs Schaffhauser Stadthausgeviert

Das weitgehend baufällige Schaffhauser Stadthausgeviert soll endlich saniert werden. Den nördlichen Teil will der Stadtrat im Baurecht für Gewerbe- und Wohnraum abgeben. Der südliche Teil soll weiterhin von der Verwaltung genutzt und eventuell durch einen Neubau ergänzt werden.

Dachstuhl eines alten Hauses mit quergespannten orangen Spanngurten

Bildlegende: Einsturzgefahr: Die Dachstühle im Stadthausgeviert werden teils mit Spanngurten zusammengehalten. SRF

Das Stadthausgeviert gehört seit 1979 der Stadt Schaffhausen und ist mit Ausnahme des Stadthauses und des Hauses Eckstein in schlechtem Zustand. Bislang scheiterten alle Sanierungspojekte an der Finanzierung.

Der Stadtrat Schaffhausen hat den Medien anlässlich einer Begehung nun eine neue Strategie vorgestellt. Er will den nördlichen Teil des Stadthausgevierts im Baurecht an private Investoren abgeben; dort sollen Wohnungen, Büros, Läden und Restaurants entstehen.

Den südlichen Teil will der Stadtrat selbst sanieren, allenfalls durch einen angrenzenden Neubau ergänzen und dann in beiden Gebäuden die zurzeit verstreuten städtischen Verwaltungsabteilungen zusammenführen. Die Zentralisierung der Verwaltung ist schon lange ein Wunsch der Stadt.

«  Wir glauben, es ist ein Kompromiss, der auch politisch mehrheitsfähig ist. »

Daniel Preisig
Finanzreferent der Stadt Schaffhausen

Der Stadtrat rechnet mit eigenen Investitionen von knapp 13 Millionen Franken für den südlichen Teil. Private Investoren müssten im nördlichen Teil des Gevierts mit Sanierungskosten von gegen 20 Millionen Franken rechnen. Nun hat das Schaffhauser Stadtparlament über die Strategie zu befinden. Der Stadtrat geht davon aus, dass diese auch politisch mehrheitsfähig ist.