Zürcher Kammerorchester Neuer Chef bringt frischen Wind

Nach der ersten Saison mit seinem neuen musikalischen Direktor Daniel Hope zeigt sich das Zürcher Kammerorchester ZKO so dynamisch wie noch nie. Dies beweisen auch die Zuhörerzahlen: Sie sind um 15 Prozent gestiegen.

Drei Männer auf Sofa

Bildlegende: Locker mit Turnschuhen: Daniel Hope (Mitte) bringt frischen Wind ins ZKO. zvg/Thomas Entzeroth

Seit einem Jahr leitet der englische Violinist Daniel Hope das Zürcher Kammerorchester. Hope sei ein grosser Gewinn für das ZKO, sagt Geschäftsführer Michael Bühler gegenüber dem «Regionaljournal»: «Er ist als Gesamtpaket unglaublich sympathisch und attraktiv. Er ist ein super Geiger, macht aber auch als Kommunikator eine gute Figur.»

«  Mit seinen internationalen Kontakten ist Hope für uns ein absoluter Gewinn. »

Michael Bühler
Geschäftsführer ZKO

Dank Daniel Hopes internationalen Kontakten geht das ZKO wieder vermehrt auf Tournee. Wichtigstes Standbein bleibt jedoch Zürich. Hier sucht das Orchester wegen des anstehenden Tonhalle-Umbaus neue Konzertorte wie zum Beispiel die Pfauenbühne. «Das Maag-Areal sagt nicht allen zu», sagt Michael Bühler. «Es ist wohl nicht schlecht, wenn wir im Herzen von Zürich bleiben und unser Stammpublikum hier begrüssen.»

Scherenschnitt und Videoclip

Musikalisch konzentriert sich das ZKO wieder stärker auf jene Literatur, die das grosse Tonhalleorchester nicht spielt. Auch kombiniert das Kammerorchester seine Konzerte stets mit anderen Kunstformen wie etwa Scherenschnitt und Videoclip. All dies scheint beim Publikum gut anzukommen: Die Besucherzahlen sind innerhalb nur einer Saison von 54'000 auf 62'000 gestiegen.