Neuer Chefredaktor für den Tages-Anzeiger

Arthur Rutishauser, Leiter der SonntagsZeitung, wird auf 2016 auch die Redaktion des Tages-Anzeigers führen. Das teilte der Tamedia-Konzern mit. Die beiden Zeitungen des Zürcher Verlagshauses sollen künftig auch stärker zusammenarbeiten – zumindest in einigen Redaktionen.

Arthur Rutishauser im Portrait

Bildlegende: Er wird quasi der «Doppel-Chef»: Arthur Rutishauser, Chefredaktor der Sonntags Zeitung. ZVG

Die Redaktionen des Tages-Anzeigers und der SonntagsZeitung erhalten künftig also eine gemeinsame publizistische Leitung. Der Tamedia-Konzern begründet diesen Schritt mit der zunehmenden Bedeutung der digitalen Verbreitung ihrer Produkte. Immer mehr Leserinnen und Leser wollten sich während der ganzen Woche und rund um die Uhr auf einer Plattform informieren.

Deshalb soll unter der neuen Leitung auch das Ressort Ausland zusammengelegt werden. Bei den Ressorts Gesellschaft, Sport und Kultur arbeiten die beiden Titel schon länger zusammen. Trotzdem sollen Tages-Anzeiger und SonntagsZeitung eigenständig bleiben. Deshalb würden die Kern-Ressorts Schweiz, Wirtschaft und Zürich nicht zusammengelegt, betont Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer.

Strehle bleibt bei Tamedia

Der 49-jährige Arthur Rutishauser ist seit Oktober 2013 Chefredaktor der SonntagsZeitung. In dieser Zeit habe er bewiesen, dass er ein politisch unabhängiger Journalist und ausgewiesener Rechercheur sei, so Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer. Dies habe die Tamedia-Chefetage überzeugt. Es seien aber auch andere Journalisten aus dem In- und Ausland zu Gesprächen eingeladen worden.

Der amtierende Chefredaktor des Tages-Anzeigers, Res Strehle, erreicht nächstes Jahr das Pensionsalter. Er wird aber auch nach seinem Abgang noch als Publizist für den Tamedia-Konzern arbeiten und ausserdem ein «Mentor» für den Tages-Anzeiger bleiben.