Neuer Name, mehr Wirkung: Schaffhausen erhält eine Stadtpolizei

Ab 2016 heisst die Verwaltungspolizei wieder Stadtpolizei. Die Aufgaben, die sie wahrnimmt, bleiben aber gleich. Der Namenswechsel soll den Polizistinnen und Polizisten vor allem ein besseres Image verleihen.

Verwaltungspolizei-Chef Romeo Bettini stellt an einer Puppe die neue Polizeiuniform vor.

Bildlegende: Neue Uniform, mehr Nähe: Verwaltungspolizei-Chef Romeo Bettini (links im Bild) ist der Mann hinter der Neuausrichtung. SRF

Die Polizisten in Schaffhausen erhalten ihren alten Namen wieder zurück, den Namen also, den sie vor der Zusammenlegung des Korps mit dem Kanton 2001 trugen. «Der bisherige Name Verwaltungspolizei suggeriert, dass wir nur verwalten und nicht beim Bürger, nicht an der Front sind», sagt Abteilungsleiter Romeo Bettini zum Namenswechsel.

In der Stadt Schaffhausen verstummten auch die Stimmen nie, welche die Fusion mit der Kantonspolizei als Fehler empfanden. Sie wurden gar wieder lauter, als es vermehrt Probleme mit Lärm, Vandalismus und Pöbeleien gab. Mit der neuen Bezeichnung soll das Polizeikorps nun also wieder als bürgerfreundliche und unbürokratische Einheit wahrgenommen werden.

Keine neuen Aufgaben, aber mehr Durchschlagkraft

Mehr Kompetenzen erhält das Korps nämlich nicht. Die Polizei der Stadt Schaffhausen ist demnach auch künftig für Polizeibewilligungen verantwortlich, sie verteilt Hundemarken und Parkbussen und gibt Strassenmusikern die Erlaubnis, zu musizieren. Damit sie diese Aufgaben ab dem kommenden Jahr noch besser wahrnehmen kann, wird das knapp 14 Vollzeitstellen umfassende Korps aber um drei Stellen aufgestockt. Sicherheitsvorsteher Simon Stocker (AL): «Wir möchten unseren Grundauftrag wieder besser wahrnehmen können.»

Die Umbenennung ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung. Seit 2014 wurden Prozesse optimiert, zeitgemässe Büros eingerichtet und auf das neue Jahr hin erhält die Stadtpolizei auch neue Uniformen.