Neues Fussballstadion: «So kann es nicht funktionieren»

Mit den Plänen für das neue Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal stösst die Stadt Zürich auf wenig Gegenliebe. Die Stadt will dasselbe Projekt bauen, das letztes Jahr an der Urne abgelehnt wurde - nun finanziert von privaten Investoren. Die Stadt Zürich kontert aber die Kritik an ihrem Vorhaben.

Demonstranten halten Schilder hoch, die ein neues Stadtion fordern.

Bildlegende: Die unendliche Stadiongeschichte: schon 2011 forderten GC-Fans an einer Demoein neues Stadton. Keystone

Sowohl bei den Stadtzürcher Grünliberalen als auch bei der SVP ist man sich einig: die Stadt Zürich schalte auf stur. «So wie es der Stadtrat macht, habe ich das Gefühl, dass er eigentlich kein Stadion will – so kann es nicht funktionieren», sagt der SVP-Gemeinderat Mauro Tuena. Investoren seien sicher nicht bereit, sich den Vorgaben der Stadt anzupassen.

Urs Spinner, Sprecher des Stadtzürcher Hochbaudepartements, kontert die Kritik: «Man soll darauf warten, welche Rahmenbedingungen die Stadt für den Stadionbau setzt.» Trotzdem gibt Urs Spinner zu, dass die Stadt Fehler begangen habe: Sie hätte zuerst mit den Investoren reden sollen. Nun will die Stadt erneut das Gespräch mit Investoren suchen.

Alle fünf Ideen schieden aus

Für den GLP-Gemeinderat Samuel Dubno geht das zu wenig weit: Er fordert den Stadtrat in einem Vorstoss auf, dass er auf die strengen Vorgaben verzichtet. Die Stadionpläne des Stadtrats werden deswegen sicher noch im Gemeinderat ein Thema - und wenn der einen Kurswechsel wünsche, lenke der Stadtrat ein, verspricht Urs Spinner.

Kritisiert wurden die städtischen Pläne gestern auch von der Swiss Prime Site, einer Immobilienfirma, die eine der fünf Projektskizzen eingereicht hat. Nach dem «Nein» des Zürcher Stimmvolks letztes Jahr erhielt die Stadt Zürich fünf Projektskizzen für ein privat finanziertes Stadion. Diese wurden aber alle von einer verwaltungsinternen Arbeitsgruppe abgelehnt.