Neues Verkehrskonzept für Jucker Farm

Wenn in Seegräben die Kürbis-Saison startet, strömen die Besucher in Scharen auf die Jucker Farm. Was alljährlich zu Verkehrsüberlastungen in der Gemeinde führt. Dieses Jahr soll ein neues Modell Abhilfe schaffen.

Riesige Kürbisse auf einem Feld.

Bildlegende: Grosses Gemüse, grosses Verkehrsaufkommen: Die Kürbisse locken tausende Besucher nach Seegräben. Keystone

Die Ausstellung auf der Jucker Farm steht diese Saison unter dem Motto «Kürbis verleiht Flügel». Die Besucherinnen und Besucher fliegen jedoch nicht nach Seegräben, sondern sie benutzen oft das Auto. An schönen Herbstwochenenden strömen bis zu 8000 Personen auf die Jucker Farm - und verstopfen die Strassen oder parkieren ihre Fahrzeuge an unpassenden Orten.

Shuttle-Bus und «Phase Rot»

Daher kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Ärger und Streit zwischen der Jucker Farm und dem Gemeinderat. Für dieses Jahr ist der Kürbisbauer Martin Jucker jedoch zuversichtlich. Grund sind die Gemeinderatswahlen von vergangenem Frühling: «Es gab gewisse Rochaden im Gemeinderat. Die neuen Leute gehen das Problem unbefangen an.»

Diese Herangehensweise trägt erste Früchte, nämlich eine neue Verkehrsstrategie. Zu dieser gehört unter anderem eine «Phase Rot», erklärt der neu gewählte Gemeindepräsident Marco Pezzatti: «Wenn der Besucherstrom das Dorf verstopft, werden gewisse Strassenzüge nur noch in Einbahn geführt.»

Zudem werden die Besucher von Troubleshootern zu freien Parkplätzen gelotst. In Seegräben selber gibt es 100 öffentliche Parkplätze. Dazu kommen neu 300 Parkplätze in Aathal. Von dort werden die Besucher in Bussen zur Kürbis-Ausstellung chauffiert.