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Zürich Schaffhausen Neugier und Skepsis: Tag der offenen Tür des neuen Strichplatzes

Er hat die Stadt Zürich 2,4 Millionen Franken gekostet und ist der Erste seiner Art in der Schweiz: der Strichplatz mit zehn Sexboxen in Zürich-Altstetten. Am Samstag konnte sich die Bevölkerung vor Ort ein eigenes Bild dazu machen und Fragen stellen. Das Interesse war gross.

Legende: Video Sexboxen in Zürich eröffnet abspielen. Laufzeit 05:20 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 26.08.2013.

Sie kommen aus dem Quartier oder auch von weiter weg und sie haben viele Fragen. Wie überwacht die Polizei, dass auf dem Strichplatz alles so läuft, wie vorgesehen? Kann die Stadt gewährleisten, dass die Freier auf dem Gelände bleiben oder nicht doch in einen Hinterhof in der Umgebung fahren? Wieso soll etwas in Zürich funktionieren, das etwa in Deutschland nur mässig erfolgreich ist? Die Frauen und Männer, die sich am Samstag ein eigenes Bild vom ersten Strichplatz der Schweiz in Zürich-Altstetten machen wollten, erhielten einen Einblick.

Ich möchte wissen, was die Stadt mit meinen Steuergeldern anstellt.
Autor: Besucherin aus dem Quartier

Es gab positive und kritische Stimmen zum Experiment Strichplatz zu hören. Die einen finden es gut, dass die Prostituierten hier besser geschützt sind, wie sie gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF sagten. Andere wiederum glauben, dass dies nur Augenwischerei sei, da die Zuhälter die Frauen weiter ausbeuten würden. Michael Herzig, Verantwortlicher des Strichplatzes beim Zürcher Sozialdepartement, freute sich aber über das ehrliche Interesse der Leute. «Es hat mich überrascht, dass sich auch so viele Frauen für den Strichplatz interessieren.» Das erwartete «Stammtisch-Publikum», wie Herzig es ausdrückte, sei dagegen ausgeblieben.

Keine Garantie auf Erfolg

Aber was passiert, wenn der Strichplatz nicht genutzt wird? Wenn die Freier ausbleiben und die Prostituierten einen neuen Ort suchen? Diese häufig gestellte Frage konnten die Verantwortlichen der Stadt nicht abschliessend beantworten.

Es gibt keinen Plan B. Wir müssen es einfach zum funktionieren bringen.
Autor: Michael HerzigVizedirektor Sozialdepartement Zürich

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6 Kommentare

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  • Kommentar von A. Brunner, Zürich
    Wenn es so weitergeht mit Heuchelei, Frühsexualisierung und Familienzerstörung, erklärt bald mensch in Schulzimmern und predigt von der Kirchen-Kanzel direkt den Tarif für die verschiedensten Erotik- und Sex-Dienstleistungen! Bald spricht dann jede Brautkleid-Verkäuferin von einer rentablen "Betriebs-Investition"! Wie lange lassen wir den Staat noch Liebe und Familien zerstören? Wie sollen denn Junge Vertrauen, menschliche Wärme und Liebe erleben? Nein zu solchen perversen Staatsausgaben!
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Der Heuchler heisst A. Brunner. So an die 90 % der Maenner gehen mindestens 1mal fremd, und etwa 80% der Frauen tun es auch.. Noch Fragen?
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  • Kommentar von Ursula Morf, Thun
    Haben wir eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Warum wird der Missbrauch von Frauen, ihre Erniedrigung, immer gesellschaftsfähiger? Und das alles noch von Steuergeldern finanziert?!
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    1. Antwort von R. Hirt, Arbon
      Das sagen Sie ganz richtig. Es ist eine Schande für unsere Gesellschaft. Viele, wenn nicht die meisten, dieser Frauen werden zur Prostitution gezwungen. Dieser menschenunwürdige Sklaverei solch armer, erbarmungswürdiger Frauen sollte möglichst schnell verboten werden. Die Zuhälter und Schlepperbanden sollten mit aller Schärfe verfolgt und bestraft werden. Die Schweden haben das mit Erfolg gemacht. Warum lernen wir nicht schneller von deren Erfahrungen?
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    2. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Man sollte zuerst diese Frauen fragen ob sie sich erniedrigt fuehlen. Das "aelteste Gewerbe" ist nun mal Tatsache und auch eine unbedingte Notwendigkeit, nur "Verrichtungsboxen", das finde ich hm Alibiuebung! Da ist der ehrliche alte Puff die bessere Loesung, alles unter Kontrolle ohne Zuhaelter und medizinisch sauber versorgt, Schutz gegen Gewalt im Haus.. Apropos Erniedrigung.. wieviele Frauen heiraten einen Versorger unter Vorwand Liebe... und prostituieren sich damit!!!
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    3. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      U.Morf: Das war jetzt aber etwas sehr pathetisch, glauben Sie denn tatsächlich, dass der Wunsch nach Erniedrigung+Missbrauch der Hauptgrund dafür sei, dass immer mehr Frauen, auch bei uns, den 'kurzen' Weg zur 'schnellen' Kohle auf diese Art und Weise suchen? Es sind Wünsche, Smartphone, Highheels, Haarbleiche und Ferien, für einige sogar Spass, aber auch intellektuelle Mängel, die vielfach ausschlaggebend dafür sind, dass sich Frauen prostituieren, Ihr 'Wissen' aber stammt höchstens aus Romanen
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