Neuhauser Hochhaus-Projekt nimmt erste Hürde

Mit zwei grossen Hochhäusern will Neuhausen neue Bewohnerinnen und Bewohner anlocken. Das Projekt ist heftig umstritten, weil es angeblich die Umgebung verschandelt. Nun hat der Einwohnerrat der Rheinfallgemeinde Ja zu den Hochhäusern gesagt. Das letzte Wort hat aber das Stimmvolk.

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Widerstand gegen Hochhäuser

3:04 min, aus Schweiz aktuell vom 8.3.2013

Die geplanten Wohntürme auf dem Rhy-Tech-Areal haben im Neuhauser Gemeindeparlament eine hitzige Debatte ausgelöst. Die CVP lief am Donnerstagabend gegen das Projekt Sturm. Die beiden 74 und 56 Meter hohen Türme mit 230 Wohnungen seien viel zu hoch und zu klotzig. Das Projekt wäre ein weiterer Schandfleck am Rheinfall, kritisierte Thomas Theiler von der CVP.

«Kopf/Bauch-Konflikt»

Die Oekoliberalen steckten im Dilemma: «Der Kopf sagt Ja, denn die Türme sehen gut aus und bieten eine fantastische Aussicht. Doch der Bauch sagt Nein», meinte Lenz Furrer, «denn die Hochhäuser bringen einen krassen Einschnitt in die Landschaft.» Die Oekoliberalen enthielten sich schliesslich der Stimme.

Die SP  unterstützte das Projekt, da es zwischen den Hochhäusern viel Luft und sogar Grünflächen habe. FDP und SVP zeigten sich begeistert von den Plänen privater Investoren.

Referendum angekündigt

Der Einwohnerrat stimmte der Umzonung des Rhy-Tech-Areals von einer Industrie- in eine Sonderzone für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen mit 18 zu 1 Stimme zu. Mit 15 zu 1 gab er ausserdem grünes Licht dafür, dass die zwei Wohntürme gebaut werden können.

Trotzdem ist die Hochhaus-Skyline von Neuhausen noch immer erst eine Vision. Denn die CVP hat angekündigt, dass sie das Referendum ergreifen will. Das bedeutet: das Stimmvolk entscheidet schlussendlich darüber.