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Neujahrsgespräche 2018 «Alle Religionen und Hautfarben arbeiten bei uns an einer Vision»

40 Restaurants gehören zum Gastro-Imperium von Rudi Bindella. Dieses Jahr will der Zürcher langsam kürzer treten.

Legende: Audio Interview mit Rudi Bindella (07.01.2018) abspielen.
18 min

SRF: Rudi Bindella, Sie führen als Unternehmer 40 Restaurants - darunter die bekannte Marke Santa Lucia. Wie kann man einen solch grossen Betrieb als Familienunternehmen führen?

Rudi Bindella: Wir hatten nicht von Anfang an diese Grösse, sondern wir konnten organisch wachsen. Ich glaube das Wichtigste ist, dass ein Betrieb von einer solchen Grösse nah bei den Mitarbeitenden, den Kunden und den Gästen ist. Zudem sollte man eine gute Grundlage schaffen, mit der sich die Familie und auch die Mitarbeitenden identifizieren können. Ist das gegeben, dann kann man etwas Besonderes schaffen. Und wir haben etwas Besonderes geschaffen: In unserem Unternehmen sind alle Kontinente, alle Religionen, alle Hautfarben und 62 Nationen vertreten. Und alle arbeiten Sie an der gleichen Vision.

Aber trotzdem: Wie kontrollieren Sie, wie führen Sie dieses Unternehmen?

Ich glaube nicht, dass ich kontrolliere. Wir haben eine ausgesprochene Vertrauenskultur. Die Mitarbeitenden in unserem Unternehmen wollen dasselbe wie ich: Sie wollen frei arbeiten, sie wollen vertrauen, prägen und mitgestalten können. In einem solchen Ambiente braucht es keine Kontrolle. Die Leute gehen sorgfältig um mit dem Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wird. Ich hatte zum Beispiel praktisch noch nie Probleme mit Missbrauch.

Sie werden in diesem Jahr die Leitung Ihres Gastrounternehmens an Ihre Söhne abgeben. Wie schwer ist Ihnen das gefallen?

Etwas bildhaft ausgedrückt: Man kann bei der Übergabe der operativen Leitung eines Unternehmens nicht warten, bis die Söhne selbst im Rollstuhl sind. Meine Söhne sind jetzt voll im Saft, sind zwischen 35 und 40 Jahre alt und darum ist es jetzt der ideale Zeitpunkt. Ich will ihnen die Verantwortung übergeben und bin überzeugt, dass sie es genau so gut machen wie ich es gemacht habe.

Das ganze Gespräch mit Rudi Bindella finden Sie in diesem Artikel im Audiofile. Das Interview führte Margrith Meier.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wohl kaum 10% der Angestellten des Gastro-Imperium's sind "Eidgenossen"! Alle Nationen, Haufarben und Mentalitäten arbeiten an der "selben Vision", verspricht uns Rudi Bindella! Ja diese Multikultur bringt wohl ihm und seinem Imperium die beste Vision! Trotzdem ein sehr hoher Teil der ALV-Bezüger keinen Job im Gastgewerbe bekommen, darf man sich die Frage schon stellen: Sind die "Schweizer" zu faul und gibt es wirklich nur noch billigere "Ausländer(innen)", die für's Gastgewerbe zu finden sind?
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