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Neunzig Meter in den Zürichsee Thalwil träumt vom grossen Wurf

Thalwil soll mithelfen, Zürich vor Hochwasser zu schützen. Dafür erhält die Seegemeinde aber eine Gegenleistung.

Dem Seeufer bei Thalwil würde eine Auffrischung nicht schaden. Die Anlage und der Hafen hätten eine Sanierung dringend nötig. Das Thema ist in der Gemeinde schon länger weit oben auf der politischen Agenda. Doch bisher war unklar, woher Thalwil das Geld dafür nehmen will.

Eine Frau sitzt auf einem alten Holzfloss und blickt auf den blauen Zürichsee. Der Himmel ist mit leichten Wolken behangen.
Legende: Die Seeuferanlage in Thalwil hatte schon bessere Zeiten. Keystone

Im Herbst 2017 kündigte dann der Zürcher Regierungsrat an, er wolle zwischen Langnau am Albis und Thalwil zum Schutz vor Hochwasser einen Super-Stollen bauen.

Baulärm - dafür aber auch Aufwertung

Das bedeutet für Thalwil: lange Jahre mit Baulärm und für mindestens zwei Sommer bleibt die Badeanlage «Bürger I» geschlossen. Gleichzeitig eröffne sich für Thalwil dank des Stollens grosse Chancen, sagt der zuständige Gemeinderat Richard Gautschi. Die gesamte Seeuferanlage könne endlich saniert werden. Und die Hauptattraktion: «Auf dem Stollen selber soll ein Steg gebaut werden, der neunzig Meter in den See hineinragt.»

Auch die Frage der Finanzierung sei damit geklärt. Zwar würde das gesamte Projekt mit einer Sanierung des Hafens und einer neuen, grösseren Badeanstalt rund fünf Millionen Franken kosten. Doch Thalwil müsste davon nur einen kleinen Teil übernehmen. Denn Thalwil erhält für die Wiedererrichtung des Seebades «Bürger I» eine finanzielle Vergütung des Kantons. Wie hoch der Betrag wird, ist noch offen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Richard Gautschi (Richard Gautschi)
    Vielen Dank, dass Sie über das Projekt in Thalwil berichten. Für unsere Gemeine eröffnen sich mit dem geplanten Hochwasserschutzprojekt tatsächlich neue Möglichkeiten, welche wir ohne den Hochwasserstollen nicht hätten. Aber Ihre Aussage bezüglich Finanzierung z.B. des Steges, ist so nicht korrekt: Der Kanton beteiligt sich nur im Rahmen der Wiederherstellungskosten an diesem Aufwertungsprojekt. Der Löwenanteil wird die Gemeinde Thalwil zu tragen haben. Richard Gautschi, Gemeinderat Thalwil
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    1. Antwort von Regionaljournal Zürich Schaffhausen
      Wir bedauern das Missverständnis und die Ungenauigkeit. An der Medienorientierung haben die auskunftsgebenden Behördenvertreter keine konkreten Zahlen genannt. Wir haben aufgrund der uns vorliegenden Informationen und der Interviews interpretiert, dass die Kosten für die Wiederherstellung der Seebadi Bürger I höher sind als CHF 2, 5 Millionen, also mehr als die Hälfte der budgetierten 4,9 Millionen Franken für den neuen Seeuferweg.
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