«Nicht nur klassisches Zeugs, sondern etwas mit mehr Pfeffer!»

Was die Rolling Stones können, können ein paar Frauen aus dem Kanton Zürich auch. Die Musikerinnen der Band «crème brûlée» sind ebenfalls im Rentenalter, und auch sie machen Rockmusik. Das Letzigrund-Stadion füllen sie zwar nicht, die Bibliothek Russikon oder das KKL in Luzern aber schon.

sechs Frauen in farbigen Jacken, mit Instrumenten auf der Bühne

Bildlegende: Rocken die Bibliothek Russikon statt den Letzigrund. Sonst stehen «crème brûlée» den Rolling Stones in nichts nach. zvg

Die sechs Musikerinnen der Rockband «crème brûlée» sind zwischen 55 und 69 Jahre alt und unterhalten ihr Publikum mit einem bunten Strauss aus rockig-popigen Stücken. Entstanden ist die Grossmütter-Rockband aus dem Projekt «Grossmütter Revolution», das Grossmütter vernetzen will.

Alle sechs Frauen haben schon vor ihren Auftritten als «crème brûlée» ihr Leben lang Musik gemacht, Sylvia Voegeli am Piano zum Beispiel als Organistin in einer Kirche. Sie freut sich nun, in einer Gruppe und nicht mehr als Einzelkämpferin zu spielen.

Auch Kathrin Ramseier, Coach der Rockband, hat Spass an der musikalischen Ausrichtung der Band: «Sie wollten nicht immer nur das langweilige klassische Zeugs spielen, sondern etwas mit mehr Pfeffer!»

Stilsuche mit Tücken

Es sei aber nicht ganz einfach gewesen, sich zu finden und einen gemeinsamen Musikstil zu entwickeln, sagt Sängerin Esther Rothen im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Am Anfang war jemand dabei, der gerne etwas Feld- und Wiesenmusik gemacht hätte. Da sagte ich dann 'ohne mich'!» Nun ist sie aber mit ganzem Herzen dabei, und ihre Enkel sind stolz auf die Grossmutter und deren Photo-Shootings für Illustrierte.