Noch nie so wenige Todesopfer auf den Zürcher Strassen

Die Strassen im Kanton Zürich werden immer sicherer. Die Zahl der Unfälle nimmt stetig ab und im Jahr 2014 gab es so wenige Todesopfer wie noch nie. Doch die Polizei ist damit noch nicht zufrieden. 30 Verkehrstote sind für sie immer noch zu viel.

Ein Polizist steht zwischen drei Autowracks und fotografiert.

Bildlegende: Unfall auf der A1 im Dezember 2014: Zu solchen Szenen wird die Polizei immer weniger gerufen. Keystone

Nicht nur die Zahl der Toten hat im letzten Jahr auf 30 Fälle abgenommen, auch die Gesamtzahl der Unfälle auf Zürcher Strassen ist weiter rückläufig. Dies, obwohl die Bevölkerung im Kanton Zürich wächst und immer mehr Autos unterwegs sind.

Frank Schwammberger, Chef der kantonalen Verkehrspolizei, sieht einen positiven Trend. Seit den 1970er-Jahren habe die Zahl der Verkehrstoten laufend abgenommen. «30 Tote sind zwar immer noch zu viele, aber die Entwicklung seit 1971 mit einem Maximun an 260 Toten geht doch klar in die richtige Richtung», sagt Schwammberger.

Mehr Verkehr, weniger Unfälle

Im letzten Jahr kam es zu 13'066 Unfällen auf Strassen im Kanton Zürich. Das sind 4 Prozent weniger als im fünfjährigen Mittel. Leicht zugenommen hat die Zahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden. Trotzdem gab es leicht weniger Verletzte und die Zahl der getöteten Personen ging gar um 19 Prozent zurück auf 30 Personen. Im Jahr 2013 verloren noch 37 Personen ihr Leben im Strassenverkehr.

Deutlich abgenommen (-103) hat die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. Und es gab auch erheblich weniger Unfälle mit Kindern (-34). Kein Kind wurde im letzten Jahr im Strassenverkehr getötet. Für den Chef der Verkehrspolizei ist das erfreulich. Und er ist zuversichtlich, dass die Polizei mit Kontrollen und Kampagnen die Unfallzahlen noch weiter reduzieren kann.