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Nutzung Sechseläutenplatz «Freier Sechseläutenplatz» bleibt im Parlament chancenlos

Seit seiner Eröffnung im Frühling 2014 ist die Nutzung des Sechseläutenplatzes umstritten. Vor allem im ersten Jahr sorgte eine überbordende Vermietung durch den Stadtrat für böses Blut und viele Reklamationen. Eine Volksinitiative verlangt nun, dass der Platz noch höchstens an 65 Tagen von Veranstaltern genutzt werden darf.

Im Stadtparlament wurde die Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz» nur von den Grünen, der AL und einzelnen SP-Mitgliedern unterstützt. Den anderen Parteien war das Konzept zu restriktiv.

Das ist eine Spassbremsen-Initiative.
Autor: Andreas EgliGemeinderat FDP

Viele beliebte Anlässe wie der Circus Knie, das Filmfestival oder der Weihnachtsmarkt müssten über die Klinge springen, argumentierte zum Beispiel die SVP und führte auch finanzielle Gründe ins Feld. Mit fast 18 Millionen Franken habe der Platz viel gekostet, es müssten jetzt auch Einnahmen her.

Der Gegenvorschlag des Stadtrates fand aber im Parlament auch keine Gnade: 125 Tage waren SVP, SP, FDP, GLP und CVP zu wenig. Sie präsentierten einen eigenen Vorschlag: 180 Tage, weitgehend so wie heute. Der einzige Unterschied: Während den Sommermonaten soll der Platz häufiger frei bleiben. Dieser Vorschlag setzte sich mit grosser Mehrheit durch.

AL, Grüne und vereinzelt Mitglieder der SP legten sich vergeblich für die Volksinitiative ins Zeug. So schwärmte Markus Knauss von der Weite und der Grandezza des Platzes und erntete einige Lacher, aber keine Stimmen.

3500 Tonnen Valser Quarzit, akkurat geschichtet auf einem Platz. Das ist schön!
Autor: Markus KnaussGemeinderat Grüne

Nun hat das Zürcher Stimmvolk das letzte Wort. Es kann über die Volksinitiative (65 Tage Nutzung) und den Gegenvorschlag des Parlamentes (180 Tage Nutzung) abstimmen.

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