Oberlandautobahn: Grünes Licht für die Vorschläge des Kantons

Im März 2013 präsentierte der Kanton Zürich zwei Varianten, wie die Lücke in der Oberlandautobahn geschlossen werden könnte. Das Moorgebiet bleibt intakt - die Strasse wird unterirdisch geführt. Nun hätten «vertiefte Abklärungen» gezeigt: Diese Varianten seien bewilligungsfähig, schreibt der Kanton.

Karte mit den drei Varianten für die Oberlandautobahn.

Bildlegende: Die möglichen Varianten für die Oberlandautobahn: 1 und 2 stammen vom Kanton, 3 vom Bund. zvg

Der Schutz der Moorlandschaft geht vor: So lautete im September 2012 das Urteil des Bundesgerichts zur Oberlandautobahn. Damit waren die Pläne des Kantons Zürich gestorben, mit einer Strasse durch das Moorgebiet die Lücke in der Oberlandautobahn zwischen Uster und Hinwil zu schliessen.

Der Regierungsrat arbeitete daraufhin neue Varianten aus: ein Tunnel - entweder östlich oder westlich von Grüt - soll dem Moorschutz Rechnung tragen und auch die Wohngebiete entlasten. Nun teilt der Regierungsrat mit: «Vertiefte Abklärungen haben gezeigt, dass die geprüften Varianten grundsätzlich machbar und bewilligungsfähig sind.»

Nächster Schritt: Abstimmung Autobahnvignette

Die Mitteilung des Regierungsrates kommt nicht von ungefähr. Denn der Kanton will die Planung für die Oberlandautobahn anfangs 2014 an den Bund übergeben. Diese Übergabe ist jedoch eng verknüpft mit der Abstimmung über die teurere Autobahnvignette vom 24. November. Denn der Regierungsrat warnt: Nur wenn die Finanzierung sicher gestellt sei, könne der Bund das Projekt übernehmen.

Damit verknüpft der Regierungsrat die Lückenschliessung der Oberlandautobahn mit dem Abstimmungskampf für eine teurere Vignette. Neben der Oberlandautobahn seien auch die Glattalautobahn und längerfristig der Hirzeltunnel von der Abstimmung betroffen. Auch diese Projekte soll der Bund übernehmen und finanzieren.

Die Varianten des Kantons

Beide Varianten beginnen im Anschluss Wetzikon West. Sie führen weitgehend unterirdisch Richtung Süden.

Variante 1 führt östlich an Grüt vorbei und mündet mit einem neuen Anschluss bei Herschmettlen in die Forchautostrasse. Variante 2 liegt westlich von Grüt und schliesst beim heutigen Anschluss «Ottikon» ebenfalls an die Forchautostrasse an.

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