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Opfer des Verkehrs Mehr Unfälle, aber wieder ein Rekordtief bei den Verkehrstoten

Im Jahr 2017 haben sich im Kanton Zürich 16'800 Unfälle ereignet. Das sind im Durchschnitt 46 Unfälle pro Tag. Der grössere Teil davon ging glimpflich aus – es gab nur Sachschaden. Bei jedem fünften Unfall wurden Personen verletzt. Das sind rund neun Personen pro Tag. 22 Menschen starben auf den Strassen des Kantons Zürich.

Polizeibeamte arbeiten auf einer Unfallstelle, im Hintergrund zwei stark beschädigte Autos
Legende: Die Polizei musste im Jahr 2017 rund 16'800 Unfälle aufnehmen. ZVG Kantonspolizei Zürich

Autofahrer werden bei Unfällen häufig nur leicht verletzt, zeigt die Verkehrsunfall-Statistik 2017 der Kantonspolizei Zürich. Unter den Schwerverletzten finden sich zunehmend Menschen, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs waren.

In der Stadt Zürich bewegten sich 2017 lediglich acht Prozent der Verkehrsteilnehmerinnen und -nehmer mit dem Velo oder E-Bike. Ihr Anteil bei den Schwerverletzten lag jedoch bei 46 Prozent. Es waren so viele wie noch nie. Eine starke Zunahme, wenn auch auf tiefem Niveau, registrierte die Polizei bei E-Bikefahrern und -fahrerinnen.

Legende:
Verunfallte nach Unfallfolgen und Art der Fortbewegung Kapo ZH

Häufigste Unfallursache ist laut den Zahlen der Kantonspolizei mangelnde Aufmerksamkeit. Immer noch lassen sich zu viele Verkehrsteilnehmer von Smartphones oder anderen Geräten ablenken.

Frank Schwammberger, Chef der Verkehrspolizei stellt fest: «Das hat sich seit Jahren nicht geändert und gibt zu denken nach all den Kampagnen, die wir durchgeführt haben.» Weit oben in der Rangliste der Unfallursachen steht auch die übersetzte Geschwindigkeit oder das Fahren in fahruntüchtigem Zustand – zum Beispiel nach Alkohol- oder Drogenkonsum.

Legende:
Entwicklung der Unfallfolgen in den letzten zehn Jahren Angaben in Prozent. Kantonspolizei Zürich

Im Vergleich mit den letzten fünf Jahren liegt die Zahl der Unfälle 2017 um 13 Prozent über dem Durchschnitt. Es gab auch mehr Verletzte (+11 Prozent). Zugenommen hat aber vor allem die Zahl der Leichtverletzten. Die Zahl der Schwerverletzten ist dagegen weiter rückläufig. Und die Zahl der Verkehrstoten (22) lag auch im letzten Jahr wieder auf dem historischen Tiefstwert von 2016.

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