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Zürich Schaffhausen Opfikon spart bei jenen mit wenig Geld

Die Zürcher Gemeinde will den monatlichen Zustupf für AHV- und IV-Bezüger streichen. Dieser Sparentscheid fiel der zuständigen Stadträtin nicht leicht.

Legende: Audio «Interview mit Stadträtin Beatrix Jud (9.10.2014)» abspielen. Laufzeit 3:10 Minuten.
3:10 min

Opfikon muss sparen. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Parlament, dass ab nächstem Jahr die sogenannten Gemeindezuschüsse gestrichen werden. Es handelt sich dabei um freiwillige monatliche Zustüpfe von etwa 130 Franken, die vor allem an AHV- und IV-Bezüger in Opfikon ausbezahlt werden. Damit können die Bezüger zum Beispiel einen Teil ihrer Miete finanzieren. Mit der Sparmassnahme will Opfikon etwa 400'000 Franken jährlich sparen.

Die zuständige Sozial-Stadträtin Beatrix Jud erklärte auf Anfrage, der Stadtrat habe diese Massnahme contre coeur beschlossen: «Wir sind uns bewusst, dass wir damit genau jene treffen, die am wenigsten zum Leben haben.» Allerdings habe das Parlament den Stadtrat explizit zum Sparen aufgefordert. Nun sei es halt am Gemeinderat, diese unpopuläre Massnahme abzusegnen.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Wenger, Reinach / Opfikon
    Leider ging aus diesem Interview nicht hervor, dass im Kanton Zürich weniger als ein Drittel der 184 Kommunen freiwillige Zuschüsse erbringen! Stadträtin Beatrix Jud hatte sehr wohl in ihrem Interview darauf hingewiesen, aber leider wurde dieser Teil nicht veröffentlicht.
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  • Kommentar von H. Frühling, Bern / Zürich
    So sieht die "Für ein lebenswertes Opfikon-Glattbrugg: Zukunftsorientierte Sozial- und Finanzpolitik" der SVP aus. Gesamtaufwand der Gemeinde in der Grössenordnung von 100 Mio, Einsparung 400'000.-. Da hätte ich eigentlichen einen besseren Vorschlag erwartet, als einen - zwar freiwilligen - wichtigen an Arme und Invalide zu streichen.
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    1. Antwort von Hansruedi Notter, Opfikon
      Achtung: Sie ist nicht mehr in der SVP! :-) Schauen Sie sich die Sparanträge der SVP im Gemeinderat von Opfikon in den letzten Jahren an und dann schreiben sie was rein!
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    2. Antwort von Beatrix Jud, Opfikon
      Achtung Herr Notter, da liegen Sie völlig falsch. Solange die Rechtsmittel nicht ausgeschöpft und der Rekurs an die GV SVP Opfikon hängig ist, bin ich nach wie vor Mitglied der Sektion. Vielleicht sehen Sie besser mal die Statuten der SVP Opfikon aus dem Jahr 1995 genauer an!
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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Die Gemeinden würden besser die Zusammenarbeit mit teuren Sozialfirmen beenden, statt solche direkte Zuschüsse zu streichen!
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