Pfarrer Wicki und sein Kino Splendor

Mitten in einem Wohnquartier in Zürich-Oerlikon betreibt Felix Wicki seit über 15 Jahren ein privates Kino - mit Kinosesseln, einem knatternden Projektor und zahllosen Souvenirs. Der frühere Pfarrer von Dietlikon lebt für seine Leidenschaft.

Die Leidenschaft für den Film wurde Felix Wicki quasi in die Wiege gelegt. Schon sein Grossvater war ein begeisterter Hobby-Regisseur, und auch seine Mutter experimentierte mit Super-8-Filmen. Nicht verwunderlich, dass auch Felix Wicki seit Kindsbeinen ein begeisterter Filmfan ist. Einer seiner liebsten Regisseure ist und bleibt Charlie Chaplin.

Felix Wicki, der früher Pfarrer in Dietlikon war, sammelte alte Filmrollen von Kinoklassikern. Aber es blieb nicht beim Sammeln: Vor über 15 Jahren eröffnete Felix Wicki In einem Wohnquartier in Zürich-Oerlikon ein privates Kino - im Keller eines Mehrfamilienhauses.

Die irdische Welt für eine Weile verlassen

Das Kino Splendor, wie Wicki seine Spielstätte nennt, sieht aus wie ein echtes Kino mit Originalsesseln, einer professionellen Leinwand und einem klassischen Projektor. Die Aufführungen finden im privaten Rahmen statt; das charmante Kino kann aber auch gemietet werden (siehe Box).

An den Wänden hängen alte Filmplakate; die Räumlichkeiten sind gefüllt mit Souvenirs und Trouvaillen der Kinogeschichte. «Das Kino ist nie langweilig für mich», sagt Felix Wicki im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «Man verlässt die irdische Welt für eine Weile, schaut auf die Leinwand und wird Teil einer ganz anderen Welt.»