Picknicken auf Zürcher Friedhöfen

In der Stadt Zürich lassen sich immer mehr Leute kremieren. Die abnehmende Zahl der Erdbestattungen führt zu mehr Freiflächen auf den Zürcher Friedhöfen. Nun wird diskutiert, wie diese Grünflächen genutzt werden sollen.

Auf dem Friedhof Sihlfeld: Rolf Steinmann ist der Verwalter des grössten Friedhofs der Stadt Zürich.

Bildlegende: Auf dem Friedhof Sihlfeld: Rolf Steinmann ist der Verwalter des grössten Friedhofs der Stadt Zürich. SRF

Auf den Zürcher Friedhöfen gibt es aktuell 30'000 Gräber weniger als noch vor 15 Jahren. Weil sich inzwischen fast alle Menschen in der Stadt Zürich nach ihrem Tod kremieren lassen, entstehen immer mehr leere Flächen. Der Friedhof Sihlfeld im Stadtzürcher Kreis 3 hat sich bereits zu einer Naherholungszone entwickelt.

Rolf Steinmann, der Leiter des Zürcher Bestattungsamtes: «Es ist ein wunderschöner Grünraum, der der Bevölkerung mitten in der Stadt zur Verfügung steht. Man kann hier spazieren, die Ruhe geniessen oder auch Eichhörnchen beobachten.»

Auch auf den anderen städtischen Friedhöfen soll Grünraum für die Öffentlichkeit entstehen. Es ist allerdings die Frage, wie die verschiedenen Nutzungen voneinander abgegrenzt werden können. Das Bestattungsamt ist bereit, die Friedhöfe für spezielle Anlässe wie Lesungen oder klassische Konzerte zur Verfügung zu stellen.

Öffentliche Diskussion geplant

Steinmann: «Natürlich eignen sich nicht alle Anlässe. Aber wir müssen darüber diskutieren.» Auch die Öffentlichkeit soll mitreden können: am 20. September organisiert die Stadt Zürich den ersten Zürcher Tag des Friedhofs.