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Pilotkanton Schaffhausen Vom Flüchtling zum Lehrling

Eine neue Vorlehre soll Menschen aus Eritrea, Syrien oder Afghanistan beim Einstieg ins Berufsleben unterstützen.

Legende: Audio Besuch in der Integrationsvorlehre für Flüchtlinge (27.9.2017) abspielen.
4:17 min

Bald soll das Modell in der ganzen Schweiz gelten. Der Bund will, dass die Kantone ab 2018 für Flüchtlinge, die nicht in ihre Heimat zurückkehren können, eine Integrations-Vorlehre anbieten.

Schaffhausen kennt dieses Angebot schon. Seit Mitte August besuchen 15 Frauen und Männer aus Syrien, Eritrea, Afghanistan oder Tibet dieses besondere Angebot: Sie gehen an zwei Tagen pro Woche in die Schule, um Defizite in ihrer Bildung auszugleichen.

Super, wir haben schon so viele Sachen gesehen.
Autor: Lidetu33-jährige Teilnehmerin

An drei Tagen pro Woche erhalten sie Einblick in die verschiedensten Berufe. Das Ziel: Sie sollen eine Berufslehre mache, damit sie auf eigenen Beinen stehen können und nicht von der Sozialhilfe oder Asylfürsorge abhängig bleiben.

Die Erfahrungen in Schaffhausen sind gut. Die Teilnehmer seien hoch motiviert, lobt Klassenlehrer Heinz Leuzinger seine Schützlinge.

Manchmal muss ich ihnen sagen: So, jetzt müsst ihr aber eine Pause machen.
Autor: Heinz LeuzingerKlassenlehrer Integrationsvorlehre

Im Gegensatz zu anderen Brücken-Angeboten steht die Integrations-Vorlehre auch älteren Flüchtlingen offen. Gedacht ist es für Menschen, die vor ihrer Flucht aus der Heimat schon Berufserfahrung gesammelt haben, aber einen kleinen Bildungsrucksack mitbringen.

Lidetu, eine 33-jährige Frau aus Eritrea, weiss auch schon, was sie werden will: Fachfrau Gesundheit. Und sie hat auch schon bald ihr erstes Vorstellungsgespräch für ein Praktikum.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Tolle Sache! Ist ja klar,dass den Dauernörglern solche Projekte ein Dorn im Auge sind, könnten sie doch erfolgversprechend sein....
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    1. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      @ N.Bächler: Wissen Sie Herr Bächler was ich toller finde, das mein Sohn keine Lehrstelle fand und die Handelsschule von über Fr.12000.- selber finanziert hat, notabene als Schweizerbürger, seit einigen Generationen in diesem Land, nur ein ganz wenig mehr nachdenken !!!
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  • Kommentar von Cornelia Marthaler (Cornelia Marthaler)
    Mir erschliesst sich einfach nicht, inwiefern Asylanten motiviert werden sollen, hier eine Lehre zu machen. Flüchtlinge müssen in ihr Herkunftsland zurück wenn dies (wieder) sicher ist. Punkt. Jeder Franken für Integration ist somit einer zuviel! Könnte viel sinnvoller für weitere Flüchtlinge verwendet werden, im zum Herkunftsland nächst sicheren Land (und sicher nicht in einem der teuersten Länder der Welt!). Wenn schon mit Vertrag, dass sie nach der Lehre zurück müssen, Aufbau Arbeit leisten.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Grüne, Linke und Menschenrechtsorganisationen könnten doch für die angeblichen "Flüchtlinge" eine Art Patenschaft übernehmen, sie versorgen und gleichzeitig beaufsichtigen. Und dann auch bei allen Vorkommnissen die Verantwortung übernehmen. Denn alles wird auf die Allgemeinheit abgeschoben einschliesslich der durch diese Personen bestehende Gefahr. Dann wird sich doch bloss wieder beschwert, dass das Helfen ja tatsächlich auch Geld kostet. Da bleibt man doch lieber bei wohlig-warmen Worten.
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    1. Antwort von Geneviève Schmid (Geneviève)
      Beaufsichtigen? Die Leute aus den o.g. Herkunftsländern verhalten sich oft moralischer als andere. Probleme gibt es auch, und nur wenn man sich dieser auch aktiv annimmt, statt alles rosa zu zeichnen, ist man ernst zu nehmen. Aber inmitten der komplexen Lage sind solche Bildungsprojekte natürlich eine super Sache. Wenn man das Asylecht vollkommen abschaffen will, kann man das natürlich nicht so sehen. Die meisten Schweizer wollen das Asylrecht jedoch glücklicherweise NICHT abschaffen...
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