Pläne für neue Inseln im Zürichsee

Geröll aus Flüssen in den Zürichsee kippen und so neue Inseln schaffen. So lautet die Idee der Planungsgruppe Zimmerberg vom linken Seeufer. «Das ist kein Scherz», betont ihr Präsident Ruedi Hatt. Er glaubt an die Machbarkeit und verspricht sich ein attraktiveres Seeufer.

Ein Steg reicht ins Wasser des Zürichsees.

Bildlegende: Blickt man vom Steg in Wädenswil in Zukunft auf Inseln im Zürichsee? Keystone

Mit zusätzlichen Inseln im Zürichsee könne man «den begrenzten Raum zwischen Bahnlinie und Zürichsee ausweiten und attraktiver gestalten», sagt Ruedi Hatt. Dem ehemaligen FDP-Kantonsrat und Präsident der Planungsgruppe Zimmerberg, die zuständig ist für die Planung am linken Zürichsee, ists ernst mit seiner Idee. Er bestätigt einen Artikel der NZZ am Sonntag.

Ruedi Hatt schlägt vor, Geschiebe aus Flüssen oder auch den Ausbruch aus Tunnelarbeiten im See aufzuschütten und so Inseln zu bauen. Ist das überhaupt machbar? «Natürlich», sagt Ruedi Hatt. «In anderen Seen hat dies bereits geklappt.»

Der Kanton prüft die Idee

Angesichts des Streits um die Nutzung des Zürichseeufers - Stichwort «Seeuferweg» - müsse man neue Wege gehen und auch unkonventionell denken, ist Ruedi Hatt überzeugt. Er will die Inseln deshalb im kantonalen Richtplan eintragen. Die kantonale Baudirektion will die Idee prüfen, spricht aber im Artikel der NZZ am Sonntag von einer «möglichen Zukunftsvision». Bis die Inseln tatsächlich gebaut werden könnten, würde es nach Schätzungen von Ruedi Hatt noch mindestens zehn Jahre dauern.