Poker ums Unispital-Provisorium

Der Zürcher Heimatschutz legt beim Zürcher Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den geplanten, provisorischen Bau im Park des Universitätsspitals ein. Der Kanton Zürich gibt sich betont gelassen. Er glaubt, dieses Hindernis bald aus dem Weg räumen zu können.

Visualisierung des geplanten, sechsstöckigen Modulbaus im Park des Zürcher Universitätsspitals

Bildlegende: Der geplante Modulbau: Während der Gesamtsanierung braucht das Zürcher Universitätsspital ihn als Ausweichmöglichkeit zvg

Der Weiterzug des Zürcher Heimatschutzes komme für den Kanton nicht überraschend, erklärt Dominik Bonderer, Sprecher bei der Zürcher Baudirektion: «Wir führen Gespräche, haben aber noch keine Lösung gefunden». Es sei deshalb verständlich, dass der Zürcher Heimatschutz alle Optionen offen halten wolle.

Entwicklung des Hochschulgebiets als Trumpf im Ärmel

Die Gespräche mit dem Heimatschutz würden aber in gutem Einvernehmen weiter laufen, betont Bonderer: «Wir sind sehr optimistisch, dass es eine Lösung geben wird.» Genährt wird der Optimismus von einem besonderen Trumpf im Ärmel des Kantons: Am 8. September stellte er den Masterplan für die zukünftige Entwicklung des Hochschul-Gebiets in der Stadt Zürich vor.

Gerade in diesem Gebiet hat jedoch auch der Heimatschutz ein grosses Interesse daran, dass verschiedene Gebäude nicht abgerissen, sondern geschützt werden. «Es ist ein Geben und Nehmen», erklärt Bonderer die weiteren Verhandlungen. Will heissen: Kommt der Kanton dem Zürcher Heimatschutz im Zürcher Hochschulquartier entgegen, wird dieser einem Spitalprovisorium im Park wohl kaum mehr im Weg stehen.

Das geplante Spitalgebäude im Park ist ein erster Schritt zur Gesamterneuerung des USZ. Es soll während der rund 20-jährigen Bauzeit als Rochadefläche dienen. Es wird mit Investitionskosten von 89 Millionen Franken gerechnet.