Politik via Marktforschung

Mit einer Umfrage will das bürgerliche Wahlbündnis die Regierungsratswahlen im Frühling 2015 gewinnen. Geplant ist, dass die Resultate der Befragung in die gemeinsame Kampagne für das Bündnis einfliessen. Dass dieses Vorgehen populistisch sein könnte, weisen die Verantwortlichen zurück.

Verkehrspolitik, Energie und Steuerpolitik: das sind die Themen der Umfrage, die nach den Sommerferien stattfinden wird. Befragt werden 1000 Stimmberechtigte. Wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet, ist das Forum Zürich Auftraggeber der Befragung.

Als politisches Sprachrohr der Zürcher Wirtschaft stellt das Forum für die Kandidierenden der SVP, der FDP und der CVP eine gemeinsame Wahlplattform auf. Robert Gubler: «Die Ergebnisse der Umfrage werden thematisch in die Kampagne einfliessen.»

In ganz grossen Kantonen üblich

Steuern also Meinungsumfragen und nicht mehr politische Positionen die Wahlkampagne? Robert Gubler: «Das kann sein, ist aber nicht populistisch. Wir wollen einfach wissen, was unsere Bevölkerung will.» Der Politikberater und Kampagnenspezialist Mark Balsiger ist nicht überrascht: «In grossen Kantonen ist es üblich, dass der Puls mit Meinungsumfragen gefühlt wird.» Unüblich sei höchstens, dass das so offen kommuniziert werde.