Polizeieinsatz bei FCZ-Match: Strafverfahren gegen Einsatzleiter

Der Polizeieinsatz bei einem FCZ-Fanmarsch von vergangenem Februar hat für den Einsatzleiter ein Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft Zürich hat gegen ihn eine Strafuntersuchung eingeleitet.

FCZ-Fans im Stadion

Bildlegende: Der Polizeieinsatz bei einem Zürcher Fussballderby im Februar 2015 hat ein juristisches Nachspiel. Keystone

Über 700 FCZ-Fans stoppte die Polizei Ende Februar 2015, um sie anschliessend einer Personenkontrolle zu unterziehen, die mehrere Stunden dauerte. Die Einsatzleitung begründete das Vorgehen damit, dass die FCZ-Anhänger mehrere Feuerwerkskörper und Leuchtpetarden gezündet hätten.

Bei der Polizeiaktion kam es zu Ausschreitungen, die Einsatzkräfte setzten Reizstoffe und Gummischrot ein. Es gab mehrere Verletzte, auf Seiten der Polizei waren es über ein Dutzend.

Weil die Polizei sie stundenlang einkesselte, reichten FCZ-Fans kurz darauf Strafanzeige ein gegen den kantonalen Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP), gegen Polizeivorsteher Richard Wolff (AL) sowie gegen den Einsatzleiter.

Kein Verfahren gegen Fehr und Wolff

Gegen den Einsatzleiter der Polizei wurde inzwischen eine Strafuntersuchung wegen Amtsmissbrauchs und Freiheitsberaubung eingeleitet, wie Corinne Bouvard von der Oberstaatsanwaltschaft Zürich gegenüber «Schweiz aktuell» bestätigt.

Gegen Mario Fehr und Richard Wolff wurde keine Strafuntersuchung eröffnet, da der Kantonsrat und das Obergericht keine Ermächtigung für ein Verfahren erteilt haben.