Preisabsprachen: Keine Informationen für Gemeinden

Obwohl zwölf Zürcher Strassenbau-Firmen von der Wettbewerbskommission gebüsst wurden: Kanton und Gemeinden erfahren nicht, ob ihre Bauprojekte betroffen sind. Die Weko will kooperative Firmen schützen.

Bauabschrankungen und Umleitungen

Bildlegende: Ob auch die Baustelle an der Hardbrücke von Preisabsprachen betroffen war? Die Stadt Zürich wirds nicht erfahren. Keystone

Der Kanton Zürich und die Zürcher Gemeinden erfahren nicht, ob sie von Preisabsprachen im Strassenbau betroffen sind. Anfang Woche hatte die Wettbewerbskommission zwar bekannt gegeben, dass sie 12 Zürcher Strassenbaufirmen gebüsst habe, weil diese untereinander ausgemacht hatten, wer die Aufträge zu welchen Preisen erhalten soll.

Die sündigen Unternehmen wurden zwar genannt, bei welchen Bauprojekten gemauschelt wurde, hält die Wettbewerbskommission aber geheim. In der «Sonntagszeitung» begründet Weko-Vizedirektor Frank Stüssi diesen Entscheid damit, dass man kooperative Firmen schützen wolle. Nur so komme man an Insiderinformationen und Beweise.

Hannes Germann, Schaffhauser Ständerat und Präsident des Gemeindeverbandes ärgert sich. Es gehe um verlorengegangene Steuergelder, da müssten die Gemeinden wissen, ob sie betroffen seien.

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