Preisig profitiert von GLP-Verzicht

Katrin Bernath (GLP) zieht sich aus dem Schaffhauser Stadtratswahlkampf zurück. Damit werden die Karten für Daniel Preisig (SVP) und Katrin Huber Ott (SP) neu gemischt. Das beste Blatt hat klar Preisig.

SVP-Kandidat Daniel Preisig hat am 28. September das absolute Mehr für den Einzug in den Stadtrat zwar verpasst. Aber er hatte gut 2000 Stimmen Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Katrin Huber Ott von der SP. Deren Ergebnis lag deutlich unter den Erwartungen - vom Wählerpotenzial her hätte sie eigentlich mehr Stimmen machen müssen.

Dass Huber Ott nach dem Rückzug von GLP-Kandidatin Katrin Bernath im zweiten Wahlgang einfach alle Stimmen der Grünliberalen erbt, ist allerdings nicht anzunehmen. Zum einen dürfte ein Teil der Mitte-Wählerinnen und -Wähler verstimmt sein, weil sich die SP nach dem ersten Wahlgang nicht gesprächsbereit zeigte.

Vorbehalte gegen Huber Ott

Ausserdem lässt das Abschneiden von Katrin Huber Ott im ersten Wahlgang darauf schliessen, dass es selbst im linken Lager Vorbehalte gegen sie gibt. Es ist anzunehmen, dass viele Wählerinnen und Wähler beim zweiten Wahlgang einen leeren Wahlzettel einlegen.

Davon dürfte letztlich SVP-Kandidat Daniel Preisig profitieren. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass die SVP am 26. Oktober nach über zehn Jahren wieder in den Schaffhauser Stadtrat einzieht.