Private Sicherheitsfirmen: Zürich kocht sein eigenes Süppchen

Was darf ein Türsteher? Welche Ausbildung muss er haben? Und braucht er einen Schweizer Pass? Das alles will das Zürcher Parlament selbst bestimmen. Es hat den Beitritt zum interkantonalen Konkordat abgelehnt. Und gleichzeitig Vorschläge für strenge Regeln gemacht.

Zwei Männer mit verschränkten Armen, sie tragen eine orange Armbinde.

Bildlegende: Private Sicherheitsleute brauchen eine Ausbildung und eine weisse Weste, findet der Zürcher Kantonsrat. Keystone

Ein Türsteher darf nicht vorbestraft sein. Er muss eine Grundausbildung haben und regelmässig Weiterbildungen besuchen. Und er muss Schweizer sein oder aus einem EU oder EFTA-Land stammen. So lauten die Regeln des Zürcher Kantonsparlaments für die Türsteher. Die Überprüfung der Sicherheitsleute soll den Firmen überlassen werden. Der Kanton kontrolliert die Sicherheitsunternehmen.

Von einem schweizweiten Konkordat wollte der Kantonsrat nichts wissen. Nur SP und AL wollten über die Vorlage diskutieren, der Rat lehnte dies aber mit 131 zu 39 Stimmen ab. Die Mehrheit argumentierte, dass bereits viele andere Kantone sich gegen das Konkordat entschieden hätten, so etwa auch Bern.

Die Schlussabstimmung findet in vier Wochen statt.