Professoren müssen sich outen

Mehr Transparenz an der Universität Zürich: Professorinnen und Professoren müssen ab Januar 2017 ihre Interessenbindungen offenlegen. Das Begehren geht auf ein umstrittenes Hörstuhl-Sponsoring der UBS zurück.

Hörsaal der Universität Zürich

Bildlegende: Licht in den Hörsaal: Professoren der Universität Zürich müssen neu ihre Nebentätigkeiten angeben. Keystone

Die Universität wird die Interessenbindungen in einem Register führen, strukturiert nach Namen sowie Zugehörigkeit der Professur zu Fakultät und Institut beziehungsweise Klinik. Das teilt der Zürcher Regierungsrat mit. Das Register wird ab Januar 2017 über die Website der Universität für alle einsehbar sein.

Der Kantonsrat hatte die Änderung im November 2015 aufgrund eines Vorstosses von Grünen, GLP und SP beschlossen. Auslöser für den Vorstoss war das umstrittene Sponsoring der UBS an der Universität Zürich, dessen Ausmass längere Zeit geheim blieb.

Keine Interessenskonflikte mehr

Sebastian Brändli, Amtschef des Zürcher Hochschulamts, erhofft sich von der Änderung mehr Transparenz. «Wenn ein Finanzprofessor an der Universität gleichzeitig eine leitende Aufgabe in einer Bank übernimmt, dann ist das heikel.» Mit dem neuen System sollte dies nicht mehr vorkommen. «Das sollte so verhindert werden.»