Prost! Braumeister Dommen tritt ab

30 Jahre lang hat Oskar Dommen als Braumeister das Bier der Falken-Brauerei Schaffhausen mitgeprägt. Die Freude am Biertrinken ist ihm in dieser Zeit nie vergangen. Nun geht Dommen in Pension.

Oskar Dommen neben einem Kleinsudwerk in der Falken-Brauerei

Bildlegende: Ein letzter Blick in den Experimentierkessel: Oskar Dommen verabschiedet sich von der Falken-Brauerei. SRF

Er sei eigentlich ein Generalist gewesen, sagt Oskar Dommen, während er durch die Falken-Brauerei in Schaffhausen schlendert. Der 66-jährige war 30 Jahre lang Braumeister beim Schaffhauser Bierhersteller. «Als Braumeister braucht man Kenntnis vom Rohstoff, der Infrastruktur, dem Personal und der Technik. Es gehört viel Administration dazu.» Aber selbstverständlich habe er auch immer Freude am Produkt an und für sich gehabt, an seinem Bier.

Biertrinken steht im Pflichtenheft

Er trinke auch jetzt zu Feierabend immer noch gerne ein Bier, sagt Dommen. Diese Lust sei ihm in seiner Zeit als Braumeister nie vergangen, obwohl er tagtäglich mit Bier zu tun hatte und berufshalber viel trinken musste: «Wir haben regelmässige Degustationen bei uns im Betrieb, auch von Bier anderer Marken. Und jedes Bier, das in den Verkauf gelangt, wurde zuvor gekostet.»

Die Falken-Brauerei existiert seit 1799. Sie gilt als einzige unabhängige Brauerei der Region Schaffhausen. Täglich produziert Falken rund 46'000 Liter Bier, dazu kommen weitere Getränke wie Whisky. Das Geschäft laufe gut, sagt Dommen: «Regionale Biere werden wieder mehr geschätzt.»

«Es geht auch ohne den Dommen»

Nun hat Oskar Dommen seinen Nachfolger eingearbeitet, so dass er «beruhigt» in den Ruhestand treten kann. Er werde seine Zeit als Rentner und Grossvater geniessen – und ab und zu ein Bier. Die Falken-Brauerei könne er gut hinter sich lassen: «Ich bin überzeugt: das geht auch mal ohne den Dommen!»