«Public Viewing» auf der Güterbahnhof-Brache

Die riesige Baustelle für das neue Polizei- und Justizzentrum in Zürich steht still. Der Kanton sucht nach einem geeigneten Generalunternehmer. Quartierbewohner verlangen eine Zwischennutzung – und stossen dabei auf offene Ohren.

Die Brache

Bildlegende: Vom künftigen Polizei- und Justizzentrum ist auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs noch nichts zu sehen. Keystone

Die Suche nach einem Generalunternehmer für das neue PJZ gestaltet sich schwierig. Dominik Bonderer, Sprecher der kantonalen Baudirektion, sagt auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Es handelt sich dabei um das wahrscheinlich komplexeste Hochbauprojekt der Schweiz.» Entsprechend aufwändig sei die Ausschreibung.

120 Ordner mit Auflagen hat die Baudirektion mittlerweile zusammengestellt. Ab Frühling können sich insgesamt drei Generalunternehmer für den 570-Millionen-Franken-Auftrag bewerben. Anfang 2017 sollen dann die eigentlichen Bauarbeiten beginnen.

Der Kanton gibt sich offen

Bis dann bleibt das riesige Areal, auf dem früher der Güterbahnhof stand, eine Brache. Diese soll bis zum Baustart originell genutzt werden, finden Anwohner gemäss eines Berichts des «Tages-Anzeiger». Auf dem Gelände könnten etwa Konzerte oder «Public Viewings» – etwa für die Fussball-Europameisterschaft – stattfinden.

Der Kanton kann sich eine solche Zwischennutzung vorstellen. Sprecher Dominik Bonderer: «Wir klären dies ab. Erste Gespräche sind im Gang.» Noch sei aber nichts definitiv. Zuerst gelte es einige Fragen zur Sicherheit und den Lärmemissionen zu klären.