Quartierbevölkerung soll beim Asyl-Bundeszentrum mitreden

Am Dienstag hat die Stadt Zürich die Anwohnerinnen und Anwohner von Zürich-West über das geplante Asylzentrum informiert. Die Bewohner sollen künftig in einer Begleitgruppe mitdiskutieren können. Die Reaktionen auf das Zentrum reichten von skeptisch bis positiv.

Ein grau betonierter Platz mit aufgetürmten uarzit-Steinen.

Bildlegende: Jetzt noch ein Lager, künftig wohl ein Asyl-Bundeszentrum: das Duttweiler-Areal in Zürich-West. Keystone

Über 100 Anwohnerinnen und Anwohner kamen zur Informationsveranstaltung der Stadt Zürich. Stadtrat Martin Waser versuchte, die Quartierbevölkerung für das neue Asyl-Bundeszentrum in Zürich-West zu gewinnen, wo künftig 500 Asylsuchende untergebracht werden sollen.

Die Stadt und das Bundesamt für Migration (BfM) kündigten an, dass die Anwohnerinnen und Anwohner in einer Begleitgruppe künftig mitdiskutieren sollen. Das sei keine Alibi-Übung, betonte Barbara Büschi vom BfM. «Wir erfahren so von den Bedürfnissen der Bevölkerung. Und sie lernen unsere Pläne kennen.»

Die Reaktionen nach der Veranstaltung gingen auseinander: Von Skepsis über den Standort mitten in der Stadt, über Befürchtungen, dass die Kriminalität steigt, bis hin zu Unterstützung und der Hoffnung, so die fremden Kulturen und die Bewohnerinnen und Bewohner des Zentrums näher kennen zu lernen.