Rechnung 2014: Stadt Zürich hat nochmal Glück gehabt

Das Defizit der laufenden Rechnung dürfte nur halb so gross sein, wie budgetiert. Das war die gute Nachricht des Zürcher Finanzvorstehers Daniel Leupi. Die schlechte: Die Stadt muss weiter sparen, wenn sie auch nach 2017 über Eigenmittel verfügen will.

Der Zürcher Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) umringt von drei Radiojournalisten nach einer Medienkonferenz.

Bildlegende: Im laufenden Jahr werden die städtischen Finanzen noch durch einen Sondereffekt entlastet. Aber das reicht noch nicht. Keystone

Der Gürtel muss noch enger geschnallt werden. Das ist das Resultat einer Klausur des Zürcher Stadtrats zur Finanzlage bis 2018. Denn ohne weitere Anstrengungen sei das Eigenkapital 2017 aufgebraucht. Allerdings lässt der Stadtrat noch offen, welche Massnahmen genau zu treffen sind. Das Grobpaket dazu aber wurde bereits geschnürt, sagt Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) gegenüber Radio SRF.

Zwischen 2016 und 2018 sollen nochmals jährlich zwischen 44 und 67 Millionen Franken eingespart werden. Etwa, indem die Stadt frei werdende Stellen nicht mehr neu besetzt. Alle Bereiche und alle Departemente seien dabei gefordert. Es gibt aber auch positive Signale: Die Stadt Zürich kann den für 2016 drohenden Bilanzfehlbetrag zumindest vorderhand abwenden. Leupi sprach gar von einer «gewissen Trendwende».

Rechnung 2014 besser als erwartet

Positiv dürfte die Rechnung des laufenden Jahres ausfallen. Einschliesslich Zusatzkredite hat der Gemeinderat ein Defizit von 202 Millionen Franken bewilligt. Nun dürfte das Minus mit 100 bis 120 Millionen Franken deutlich geringer sein, sagte Leupi.

Ursache dafür ist unter anderem ein Sondereffekt. Der Bezirksrat hatte die Stadt kürzlich angewiesen, die Schwankungsreserven für die Aktien der Flughafen Zürich AG müssten innert drei Jahren aufgelöst werden. In den Jahren 2014, 2015 und 2016 wird die Rechnung deshalb um je rund 35 Millionen Franken entlastet. Aber auch das gute Kostenbewusstsein der Verwaltung trage zum besseren Ergebnis bei.