Rechnung der Stadt Zürich schliesst mit 33 Millionen Defizit

Budgetiert war ein kleines Plus. Nun schliesst die Rechnung der Stadt Zürich 2012 mit einem Defizit von 33,1 Millionen Franken. Die Steuererträge sind tiefer ausgefallen als erwartet. Die Investitionskredite wurden nicht voll ausgeschöpft. In den letzten sieben Jahren wurde stets mehr investiert.

Finanzvorsteher Martin Vollenwyder präsentiert seine letzte Rechnung.

Bildlegende: Finanzvorsteher Martin Vollenwyder präsentiert seine letzte Rechnung. Keystone

Der Finanzvorsteher Martin Vollenwyder (FDP) präsentierte seine letzte Rechnung. Trotz Defizit ist er nicht enttäuscht über das Resultat: «Es hätte viel schlimmer werden können.» Rechnet man die vom Parlament 2012 bewilligten Zusatzkredite von 60,4 Millionen Franken mit ein, so schliesst die Rechnung deutlich besser ab als erwartet. Beim Aufwand verbuchte die Stadt Zürich 108 Millionen Franken weniger. Dabei fiel auch der Personalaufwand geringer aus, weil verschiedene Stellen nicht besetzt werden konnten.

Bei den Einnahmen waren die Annahmen zu optimistisch: natürliche und juristische Personen bezahlten weniger Steuern als budgetiert. Insgesamt war der Steuerertrag 2012 allerdings mit 2,406 Milliarden Franken so hoch wie nie. Übertroffen wurde das Budget bei den Grundstückgewinnsteuern.

Vorbereitet auf Abgang

Netto investierte die Stadt Zürich im letzten Jahr 703 Millionen Franken. Das ist der tiefste Wert seit 2006. Die bewilligten Investitionskredite wurden nur zu drei Vierteln ausgeschöpft, weil sich verschiedene Projekte verzögerten.

Finanzvorsteher Martin Vollenwyder rechnet nicht damit, dass in den kommenden Jahren sehr viel mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Das sei die Herausforderung für seinen Nachfolger. Zur Tatsache, dass er nun seine letzte Rechnung präsentiert hat, meinte Martin Vollenwyder: «Ganz langsam sehe ich ein Ende. Ich habe das Ende selber so beschlossen. Ich muss jetzt nicht so tun, als täte es sehr weh.»