Regelmässige Kontrolle bei subventionierten Wohnungen in Zürich

In der Stadt Bern erhalten von 560 Mietparteien 237 die Kündigung, weil sie zu Unrecht in subventionierten Wohnungen leben. Der Missstand bei den Sozialwohnungen ist durch eine Kontrolle ans Licht gekommen. In der Stadt Zürich wäre ein solches Desaster undenkbar.

Ein im Bau befindlicher Wohnblock.

Bildlegende: Verbilligte Wohnungen werden in Zürich streng kontrolliert. Keystone

Von 9000 Wohnungen, die die Stadt Zürich vermietet, sind 2300 subventioniert. Missbrauch in grossem Stil kann aber in Zürich nicht passieren. Remo Montanari, Co-Leiter vom Büro für Wohnbauförderung: «In diesem Ausmass wie in Bern ist das nicht denkbar, denn wir machen regelmässige Kontrollen.» Alle zwei Jahre wird überprüft, ob die Mieter und Mieterinnen die Bedingungen noch erfüllen. Für die Kontrollen kann die Verwaltung auf Steuerdaten zurückgreifen und auf Angaben des Meldeamtes. Weil diese Daten sensibel sind, haben in der Stadt Zürich nur fünf Personen Einblick.

Sobald festgestellt wird, dass ein Mieter oder eine Mieterin zu viel verdient, werden die Subventionen gestrichen. Dann bleiben zwei Jahre Zeit, um eine neue Lösung zu suchen. Remo Montanari: «Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Kündigung, doch die Kündigung ist das allerletzte Mittel.» Die sogenannten Zweckentfremdungen sind aber selten: 2012 blieben nur 31 Fälle in der Kontrolle hängen. Regelmässig überprüft werden nur die subventionierten Wohnungen. Für die nicht subventionierten städtischen Wohnungen gibt es zwar auch Bedingungen. Diese müssen aber nur zu Beginn erfüllt werden. Später wird nicht regelmässig und lückenlos überprüft, ob die Mieter und Mieterinnen die ursprünglichen Auflagen noch erfüllen.