Rekord egalisiert: 1500 Steuer-Selbstanzeigen im Kanton Zürich

Im letzten Jahr haben im Kanton Zürich 1500 Steuerpflichtige mit einer Selbstanzeige bisher nicht deklarierte Gelder gemeldet. Das sind gleich viele, wie im Rekordjahr 2014, teilt die Finanzdirektion mit. Die reuigen Steuersünder brachten Bund, Kanton und Gemeinden total 86 Millionen Franken ein.

Ablage mit Wegleitung und Formular zur Steuererklärung 2014

Bildlegende: Bei der Deklaration von Einkommen und Vermögen halten sich nicht alle Steuerpflichtigen an die Wegleitung. Keystone

Die Möglichkeit zur Selbstanzeige besteht landesweit seit 2010. Reuige Steuersünder dürfen seither einmal im Leben nicht deklarierte Gelder melden ohne dass sie für die Steuerhinterziehung gebüsst werden. Sie müssen lediglich für zehn Jahre Nachsteuern zahlen.

Schwarzgeld weiss gewaschen

Im Kanton Zürich machten im letzten Jahr erneut zahlreiche Steuerpflichtige von dieser Möglichkeit Gebrauch. 1500 waren es – gleich viele, wie im Rekordjahr 2014. Auch die Summe der deklarierten Schwarzgelder bewegt sich 2015 auf dem gleichen Niveau, wie im Vorjahr. Die Steuersünder deklarierten zusätzliche Vermögenswerte in der Höhe von insgesamt über einer Milliarde Franken. Gelder, die sie auch in Zukunft versteuern werden.

Ein Dutzend Steuersünder musste eine Million Franken oder mehr an Nachsteuern bezahlen. Von den total 86 Millionen Franken, die dank den Nachsteuern in die Kassen der öffentlichen Hand flossen, bekam der Bund 16 Millionen. Der Kanton Zürich und die Gemeinden teilten sich die übrigen 70 Millionen.