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Zürich Schaffhausen Rekordfund: Flughafenzoll stellt 4442 Kilo Drogen sicher

Innert 14 Tagen hat die Zollstelle am Flughafen Zürich knapp 500 Pakete mit Khat gefunden. Die Droge war als Tee, Henna oder Gewürze deklariert.

Legende: Video Rekord-Drogenfund abspielen. Laufzeit 3:29 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 08.04.2015.

Einen solchen Fund hat der Flughafenzoll in Zürich-Kloten noch nie gemacht. Innerhalb von 14 Tagen haben die Mitarbeitenden bei einer Kontrolle des Postverkehrs 495 Pakete mit Khat sichergestellt. Zusammengerechnet wurden beinahe 4,5 Tonnen der Droge verschickt.

Die Zürcher Zöllner wurden von Kollegen aus Frankfurt und Seoul auf die Sendungen aufmerksam gemacht, die Pakete kamen dann in Flugzeugen aus Kenia und Tansania in Zürich an. Als sie die braunen Pakete öffneten, hätten sie nicht schlecht gestaunt, erklärt Heinz Widmer, der Leiter der Zollstelle: «Die Droge war ganz verschieden verpackt und deklariert, zum Beispiel als Tee. Wenn man die Teebeutel aufgeschnitten hat, war darin ein zweiter Beutel mit Khat.»

Weitere Verstecke waren Massai-Kunst oder Gewürz- und Hennaverpackungen. Dies zeige, dass professionelle Schmuggler am Werk seien. Der allergrösste Teil des Khat war für den Weitertransport nach Nordamerika, Europa und Asien bestimmt. Rund 140 Kilo Khat waren an Empfänger in der Schweiz adressiert. Den Wert der 4,5 Tonnen Khat sei schwierig zu schätzen, sagt Heinz Widmer. Er geht davon aus, dass es mehr als eine halbe Million Franken sind.

Legende: Video Einschätzungen von Boris Quednow, Drogenexperte abspielen. Laufzeit 2:16 Minuten.
Vom 08.04.2015.

Wachmachende Wirkung

Laut Boris Quednow, Drogenexperte an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, verliert Khat seine Wirkung ein bis drei Tage nachdem die Blätter gepflückt wurden. Dann sei die Wirkung noch vergleichbar mit Grüntee.

Werden die Blätter kurz nach dem Pflücken gekaut, sei die Wirkung zwischen einem starken Espresso und einer Pille Ritalin anzusiedeln.

Im Vergleich zu Alkohol sei das Abhängigkeitsrisiko von Khat gering. Doch kann ein dauerndes Kauen der Blätter Krebs in der Mundregion verursachen.

8 Kommentare

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  • Kommentar von bart wakker, zürich
    Die illegalisierung von Khat, aus 2013/2014, ist doch nur eine Schikane für die Immigranten die das Zeug mögen. Suchtpotential scheint fast gleich null zu sein, weniger als Kaffein. Warum tun wir uns dies an? Vielleicht war die Prohibition von Khat nur als practical joke gedacht, um aufzuzeigen wie absurd die Prohibition von solchen Pflanzen generell ist.
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  • Kommentar von jonas meier, zürich
    Khat ist meiner Meinung nach etwa gleich Gefährlich wie Alkohol oder Nikotin! Dabei geht es um die gleiche Themathik wie bei der Cannabis Legalisation, weshalb verbieten wenn andere Drogen legal sind? Khat verursacht keine Halluzinationen, macht einen nicht aggresiv und macht höchstens Psychisch abhängig(ebenso wie Nikotin, PC-Games, oder Kaffee psychisch abhängig machen können...)
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    1. Antwort von M. Steiner, Winterthur
      Genau mein Text. Unsere Politiker sind einfach zu dumm für diese Welt.
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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    Interessant ist auch , dass in Jemen für Khat 10 Mal so viel bezahlt wird wie für Getreide. Dasselbe ist mit Cocapflanzen und Hanf. Würde es legalisiert gäbe es den überteuerten Markt nicht und die Pflanzen könnten das sein was sie sind hochspirutell und heilend. Jetzt ist es so das Amerika Coca für Coca-Cola zulässt und in Kolumbien bekämpft. Zudem gibt es in Jemen am meisten Zungen- und Speiseröhren Krebs nicht wegen dem Khat, wegen den Pestiziden. Na ja nach mir wird immer das falsche gemacht
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