Rekurs gegen Neubau für Seepolizei gutgeheissen

Der Neubau für die Seepolizei kann nicht wie geplant gebaut werden. Das Baurekursgericht hat einen Rekurs des Seeclubs Zürich gutgeheissen. Ein Weiterzug an die nächste Instanz ist wahrscheinlich.

Zürichsee und Ufer mit geplantem Pavillon für die Seepolizei.

Bildlegende: Der Seeclub stört sich an der Dimension des geplanten Pavillons. Visualisierung Hochbaudepartement.

Die Polizisten und Polizistinnen der Seepolizei brauchen dringend mehr Platz. Sie sollen einen dreigeschossigen Pavillon erhalten. Die für den Neubau notwendige Umzonung hat das Zürcher Stadtparlament im Mai des vergangenen Jahres ohne Gegenstimme bewilligt.

Keine Freude am Projekt hat der Seeclub Zürich. Er rekurrierte gegen die Umzonung. Wie die «Neue Zürcher Zeitung» am Freitag berichtete, hat das  Baurekursgericht den Rekurrenten nun Recht gegeben. Die Zonierung sei unzulässig, da sie teilweise Land umfasse, welches dem Seeclub mit einer Konzession zur Sondernutzung übergeben worden sei.

Nicht verhindern, nur redimensionieren

Bei der Stadt ist man konsterniert. Urs Spinner, Departementssekretär beim Stadtzürcher Hochbaudepartement: «Wir sind überrascht. Es wäre schlimm, wenn der Neubau nicht gebaut werden könnte.» Beim Seeclub argumentiert man mit der Grösse des Projekts. Präsident Stefan Bitterli: «Wir wollen den Bau nicht verhindern, sondern redimensionieren.» Die Stadt muss nun entscheiden, ob sie das Urteil des Baurekursgerichts beim Verwaltungsgericht anfechten soll.