Rezept gegen Fachkräftemangel: Zürich pflegt sein Pflegepersonal

Die Strategie der Stadt Zürich scheint aufzugehen. Um dem Fachkräftemangel beim Pflegepersonal entgegenzuwirken, hat sie bereits vor zehn Jahren Massnahmen ergriffen. So sollen etwa die Arbeitspläne möglichst auf die Bedürfnisse der Angestellten angepasst werden. Ein Rezept, das sich bewährt.

Eine Pflegerin betreut einen dementen Mann im Pflegezentrum Erlenhof in Zürich

Bildlegende: Die Stadt Zürich geht als Arbeitgeberin auf die Bedürfnisse ihres Pflegepersonals ein, um sie länger an sich zu binden. Keystone

Die Weichen wurden bereits vor zehn Jahren gestellt. Um eine attraktive Arbeitgeberin zu sein, richteten sich die Pflegezentren der Stadt Zürich vermehrt auf die Wünsche ihrer rund 1200 Pflegerinnen und Pfleger ein. So sei etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein grosses Thema, da rund drei Viertel des Pflegepersonals weiblich sei, sagt Vizedirektor René Zaugg.

Konkret werden zum Beispiel die Einsatzpläne so festgelegt, dass sie den individuellen Ansprüchen der Angestellten entsprechen. Die Stadt Zürich investiere aber auch in die Aus- und Weiterbildung ihres Personals und möchte bei der Pflegefachperson HF zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.

Lob vom Berufsverband und neue Ideen

Die Pflegezentren der Stadt Zürich erhalten für ihre Bemühungen denn auch Lob vom Zürcher Pflegepersonalverband. Das Thema Fachkräftemangel bleibt trotzdem präsent. Oberster Personalchef René Zaugg hat denn auch bereits ein nächstes Projekt eingeleitet. Dessen Ziel: Ältere Pflegerinnen und Pfleger sollen noch möglichst lange im Job bleiben.

(simd; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)