Richard Wolff geht auf Streifensafari

Pro Jahr kommt es zu rund 90 Verkehrsunfällen auf Zebrastreifen in der Stadt Zürich. Zuviele, findet der Polizeivorsteher. Er lässt deshalb alle rund 3500 Zebrastreifen überprüfen und wenn nötig verbessern.

Strassenarbeiter frischen Zebrastreifen auf.

Bildlegende: Gelbe Farbe: Ein effektives Mittel für mehr Sicherheit. Keystone

Mit einem speziellen Computerprogramm bewertet die Stadt Zürich die Sicherheit der Fussgängerstreifen. Dazu werden bei jedem Übergang rund 50 Kriterien überprüft und erfasst. Die Minuspunkte, die am Ende daraus resultieren, geben dann an, wie sanierungsbedürftig ein Fussgängerstreifen ist.

Seit Herbst 2014 läuft diese Aktion, bis im Frühjahr 2017 soll sie abgeschlossen sein. Dann weiss man erstmals genau, wie viele Zebrastreifen es in der Stadt Zürich gibt. Zur Zeit geht man von rund 3500 aus.

45 Minuten pro Zebrastreifen

Für die Erfassung eines einzelnen Übergangs braucht die Dienstabteilung Verkehr des Polizeidepartements 45 Minuten. Das sind umgerechnet über 2600 Arbeitsstunden.

Ein Aufwand, der sich lohne, ist Polizeivorsteher Richard Wolff überzeugt: «Es verunfallen noch immer 80 bis 100 Menschen im Jahr. Da lohnt sich jeder Einsatz.» Die Software zur Erfassung der Fussgängerstreifen kostete 100'000 Franken. Zusätzliche Kosten sollen keine entstehen, verspricht Richard Wolff. Die Sanierungen der Zebrastreifen erfolgten im Rahmen der normalen Arbeit.