Rosmarie Quadranti wird Fraktionschefin der BDP im Bundeshaus

Die Zürcher Nationalrätin Rosmarie Quadranti übernimmt das Amt der Fraktionspräsidentin im Mai. In der Sondersession wird sie die zehnköpfige BDP-Fraktion zum ersten Mal leiten. Ihr Vorgänger, der Bündner Hansjörg Hassler, tritt im Herbst nicht mehr zur Wahl an.

Rosmarie Quadranti am Rednerpult im Nationalratssaal

Bildlegende: Rosmarie Quadranti gibt in Zukunft in der BDP-Fraktion im Bundeshaus den Takt an. Keystone

Rosmarie Quadranti sitzt seit 2011 für die BDP im Nationalrat und ist bis jetzt vor allem bei Bildungsthemen in Erscheinung getreten. Sie habe sich mit lösungsorientierten Vorschlägen als konstruktive Mittepolitikerin einen Namen gemacht, teilt ihre Partei mit. Das prädestiniert sie offenbar für das neue Amt. Vizepräsident wird der Aargauer Nationalrat Bernhard Guhl.

Mit Quadranti und Guhl übernehmen zum ersten Mal zwei Personen die Fraktionsführung, die nicht aus den Gründerkantonen der BDP (Bern und Graubünden) stammen. Die Partei will damit «die in den letzten Jahren gewonnene Breite und die gute Verankerung» unterstreichen.

Zusammenarbeit mit Mitteparteien

Quadranti und Guhl wollen die «konstruktive Mitte» stärken und die Zusammenarbeit mit den anderen Mitteparteien vorantreiben. In der laufenden Legislatur hat die BDP die Zusammenarbeit mit der CVP verstärkt. Die beiden Fraktionen spannen unter anderem bei der Vorbereitung von Sessionsgeschäften zusammen. Auf eine darüber hinausgehende Allianz verzichteten die Parteien bislang wegen des Widerstandes aus der BDP-Basis.

Der bisherige Fraktionspräsident Hansjörg Hassler kündigte bereits im November an, er wolle bei den kommenden Wahlen im Herbst nicht mehr antreten. Hassler war im Jahr 1999 in den Nationalrat gewählt worden – damals noch für die SVP. Die Führung der BDP-Fraktion übernahm der Landwirt im Herbst 2011.