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Zürich Schaffhausen Ross und Reiter im Sechseläuten-Stresstest

Wie stressig ist das Zürcher Frühlingsfest für Reittiere? Seit dem Tod eines Pferdes am letzten Sechseläuten wird die Frage kontrovers diskutiert. Die Universität Zürich führt am diesjährigen Umzug deshalb Stressmessungen durch.

Pferde mit Reitern im Gallopp vor brennendem Scheiterhaufen
Legende: Zuviel Stress für die Pferde? Traditioneller Umritt um den lodernden und knallenden Sechseläuten-Böögg Keystone

Rund 50 Tierärzte, Studenten und Pferdespezialisten sind dieses Jahr am Rand des Sechseläuten-Umzugs im Einsatz. Mit einer Studie wollen sie aufzeigen, ob die Reittiere am Zürcher Frühlingsfest übermässigem Stress ausgesetzt sind.

Von den rund 500 Pferden und Reitern wurden 23 für die Studie ausgewählt. Sie hatten bereits vor zwei Wochen zu einem Test anzutreten. In einer Reitanlage auf dem Zürcher Pfannenstil simulierten die Teilnehmer der Studie Sechseläutenumzug, Kontermarsch und Böögg-Umritt unter ruhigen Bedingungen. Die so entstandenen Messungen sollen mit jenen verglichen werden, die nun während dem Sechseläuten mit seinen Menschenmengen, der Marschmusik und dem lauten Geknalle am Böög entstehen:

  • Mit Pulsmessgürteln, die per Funk laufend Daten übermitteln, überwacht das Studienteam Herztätigkeit und Bewegung von Ross und Reiter.
  • Anhand von Pferdekotproben vor und nach dem Umzug berechnen die Forschenden die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol.
  • Dressurrichterinnen und Reitlehrer beobachten die Pferde bei Umzug und Umritt und bewerten deren Verhalten auf einer Stress-Skala.

Studienleiter Michael Weishaupt will die Resultate auswerten und auch mit anderen, bereits bestehenden Studien zum Thema Stress bei Pferden vergleichen. Wieviel Stress zuviel Stress sei – auf diese Frage gebe es noch keine Antwort, sagt Michael Weishaupt gegenüber dem «Regionaljournal». Die Resultate der Studie sollen im Sommer vorliegen.

Es wird eine grosse Herausforderung sein, alle Daten korrekt zu interpretieren
Autor: Michael WeishauptLeiter der Stress-Studie

2 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    In diesem Land haben wir Geld, um irrwitzige & sinnfreie «Pferde-Stress-Tests» durchzuführen und keiner regt sich darüber auf! Die armen Pferde, sie müssen ja so sehr leiden! - Im Gegenzug wettert man hier ungehemmt darüber, wenn Menschen in Not geholfen werden soll. Dieses Beispiel zeigt, wie dekadent unsere Gesellschaft geworden ist. Haben wir wirklich keine anderen Probleme, als das Stressverhalten von ein paar Rössli?
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Auch das ist die CH! Wir haben Geld um irgendwelche irrwitzige, sinnfreie «Pferde-Stress-Tests» durchzuführen. Für Pferde wohlverstanden! Und für Menschen, Flüchtlinge und mittellose Rentner ist dann ein Geld da! Die spinnen, die Schweizer!
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