Rot heisst Stopp! Unfallverhütung am Bahnübergang Tiefenbrunnen

Nach drei schweren Unfällen auf dem Bahnübergang beim S-Bahnhof Tiefenbrunnen will die Zürcher Stadtpolizei Autofahrer mit einer Plakatkampagne sensibilisieren. Videoaufnahmen zeigen, dass viele Lenker die roten Blinklichter nicht ernstnehmen.

Verkehrsschild mit Barriere-Symbol und Blinklicht-Symbol

Bildlegende: Vorsicht Bahnschranke! Blinkendes Licht heisst sofort Stopp. Keystone

Automobilisten, die bei blinkendem Warnlicht oder sogar bei sich senkenden Schranken über die Bahngeleise fahren: Die Videoaufnahmen der Stadtpolizei zeigen bedenkliche Szenen. In drei Fällen kam es am Bahnübergang Tiefenbrunnen denn auch zu schweren Kollisionen. Mit Plakaten weist die Polizei nun darauf hin, dass das Blinklicht an Bahnübergängen einer roten Verkehrsampel an Strassenkreuzungen entspricht, das heisst: sofort Stopp!

Die Polizei will auch vermehrt Kontrollen machen und fehlbare Lenker büssen. Am Bahnübergang selbst gebe es nichts zu verbessern, heisst es bei der städtischen Dienstabteilung Verkehr. Man habe den Bahnübergang Tiefenbrunnen zusammen mit den SBB überprüft; die Warnblinker seien gut einsehbar, die Infrastruktur nicht schlechter als jene aller anderen Bahnübergänge. Viel mehr als aufklären könne die Polizei aber nicht tun; letztlich sei das korrekte Verhalten auf Bahnübergängen eine Frage der Selbstverantwortung.