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Zürich Schaffhausen Rote Köpfe wegen blauer Zone

Parkplätze sind der Zankapfel im Zürcher Stadtparlament. Den Bürgerlichen hat es stets zu wenig, links-grün möchte noch mehr abbauen. Die neuste Idee: Bauen Private Parkplätze, sollen blaue Zonen reduziert werden. Ein Graus für die Bürgerlichen, prüfenswert findet FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger.

Parkuhrschild in der Stadt Zürich
Legende: Über (fast) nichts kann das Zürcher Stadtparlament sich so ereifern wie über Parkplätze in der Stadt. Keystone

Die Grünen wollen in Zukunft bei jedem Neubau mit Parkplatzangebot in der Stadt Zürich überprüfen lassen, ob gleichzeitig die blaue Zone reduziert werden kann.

Eine «Milchbüechli-Rechnung» für die Grünen

Den Anfang machten sie bei der Wohnsiedlung Toblerstrasse in Fluntern. Diese bietet jetzt 30 Parkplätze in der blauen Zone. Im Zug eines Neubaus entstehen in einer Tiefgarage 100 neue. Logisch für die Grünen, dass die Parkplätze in der blauen Zone nun überflüssig werden. «Eine einfache Milchbüechli-Rechnung», rechnete Matthias Probst dem Parlament vor. Es gehe im Übrigen nicht an, dass die Stadt ein privates Angebot (Tiefgaragenplätze für gut 1000 Franken pro Jahr) mit Dumpingpreisen (300 Franken für eine Jahresparkkarte blaue Zone) konkurrenziere.

Einen «Dammbruch» befürchten die Bürgerlichen

Eine «Schnapsidee» fand dies die CVP, «Chaos im Quartier», befürchtete die FDP, und gar einen «Dammbruch» sah die SVP kommen. Bezogen auf die Situation an der Toblerstrasse machte Urs Fehr von der SVP geltend, dass die Nachfrage das Angebot jetzt schon bei weitem übersteige. Würde die blaue Zone verkleinert, entstehe mehr Suchverkehr im Quartier. Ausserdem könnten sich nicht alle einen Parkplatz in der Tiefgarage leisten.

Weil nebst den Grünen, der SP und der AL auch die Grünliberalen den Vorstoss unterstützen, fand er dennoch eine Mehrheit und wurde mit 73 Ja- zu 50 Nein-Stimmen überwiesen.

FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger verstand es, nach der emotionalen Debatte die Wogen zu glätten. Es interessiere ihn persönlich, wie es dort aussehe, beteuerte er – und man werde die Lage genau analysieren, versprach er links-grün. Ein Dammbruch sei hingegen nicht zu befürchten, beruhigte er die Bürgerlichen. Einen sofortigen Abbau von Parkplätzen wird es aber so oder so nicht geben, der Stadtrat muss lediglich überprüfen, ob er in der blauen Zone an der Toblerstrasse welche aufheben kann.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Charly Ball (Charly Ball)
    Unsere Freunde in ZH wohnen sehr zentral. Manchmal brauchts halt aber doch ein Auto. Parkieren ?? Praktisch unmöglich. Würden die Bewohner ringsum Tiefgaragen-PP mieten/kaufen ? JA - noch so gerne, wenn sie denn könnten. Aussage der Linken: es können sich nicht alle Autobesitzer einen solchen Platz leisten...(ein Auto aber schon !)
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Wie lange es wohl dauert, bis Sie auf Ihr Argument den anmassenden Einwand der Carsharing-Bevormundung kriegen? Die Uhr läuft. ;-)
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  • Kommentar von Mike Steiner (M. Steiner)
    In Zürich wohnhafte Freunde sind schon längst nicht mehr besuchbar, wenn mitgebrachte Waren im Spiel sind, gleich zweimal nicht. Also gebt doch den sozialen Kontakten für Stadtzürcher den finalen Todesstoss und schafft alle Parkplätze ab. Dann haltet ihr wenigstens den Klassenfeind fern. Comunismo o muerte.
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