Rücken- und Gegenwind für den ersten Schaffhauser Windpark

Die Umweltprüfungen sind auf gutem Weg und Berechnungen zeigen, dass ein Windpark in Hemishofen bei Stein am Rhein auch finanziell rentieren könnte. Trotzdem gibt es auch kritische Stimmen.

Windräder hinter einem Rapsfeld

Bildlegende: Sollen Strom für 10 Prozent der Schaffhauser Bevölkerung liefern: Windräder auf dem Chroobach. Visualisierung ZVG

Zu den Fakten: Auf dem Chroobach bei Hemishofen sind vier Windräder geplant mit einer Höhe von je 140 Metern. Diese sollen dereinst Strom liefern für 10 Prozent der Schaffhauser Bevölkerung. Kosten: 25 bis 30 Millionen Franken.

Diese Informationen erhielten die Teilnehmer einer Veranstaltung in der Mehrzweckhalle Hemishofen. Thomas Fischer, Chef des Elektrizitätswerks Schaffhausen EKS, hob die Vorzüge der Anlage hervor. Die Gemeinden rund um die Windanlage würden auch ganz direkt profitieren. «Sie sollen am Ertrag finanziell partizipieren können», sagte er.

Gegen den Willen der Bevölkerung geht nichts

Darüber freute sich Paul Hürlimann, Gemeindepräsident von Hemishofen: «Diese Beiträge würden wir natürlich begrüssen», meinte er. Vorerst verhalte sich der Gemeinderat dem Projekt gegenüber aber neutral. So viel sei sicher: Gegen den Willen der Bevölkerung werde nichts gebaut.

An der Info-Veranstaltung wurden auch kritische Stimmen laut: So machten sich Votanten für den Landschafts- und Vogelschutz stark, den sie vom Windpark-Projekt bedroht sehen.