Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen S-Bahn: Schneller und moderner, aber auch teurer

Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV will die Billett-Preise erhöhen. Sie sollen durchschnittlich 2,5 Prozent teurer werden. Die neuen Preise will der ZVV auf das Fahrplanjahr 2015 einführen. Überdurchschnittlich ist die Preiserhöhung für den 9-Uhr-Pass.

Eine Zürcher S-Bahn mit Passagieren fährt ab.
Legende: Neue Geleise, mehr Züge, teurere Billette: für den Ausbau des ZVV- Streckennetzes müssen auch die Kunden zahlen. Keystone

Der ZVV rechtfertigt die Erhöhung der Billettpreise mit dem Ausbau seines Angebots. Am 15. Juni 2014 wird der erste Teil der Durchmesserlinie mit dem Bahnhof Löwenstrasse und dem Weinbergtunnel eröffnet.

Gleichzeitig wird die erste Etappe der 4. Teilergänzung der Zürcher S-Bahn umgesetzt: dazu gehören neue S-Bahnlinien in Nachbarkantone, bestehende Linien werden verlängert und schneller betrieben.

Mit diesem Ausbau der Infrastruktur kann der ZVV sein Angebot massiv erweitern. Die Kosten für diesen Ausbau können aber gemäss ZVV mit den Mehreinnahmen nicht gedeckt werden. Er plant deshalb eine Erhöhung der Billettpreise um durchschnittlich 2,5 Prozent.

Ausflügler werden zur Kasse gebeten

Die Preiserhöhungen für die Billette sind unterschiedlich. So bleiben beispielsweise Einzelbillette für Kurzstrecken mit Bus und Tram in Zürich und Winterthur gleich teuer. Anders hingegen sieht es beim 9-Uhr-Pass aus. Das Monatsabonnement schlägt um 6,6 Prozent auf. Dieser Pass, der erst nach den Stosszeiten ab 9 Uhr gültig ist, ist vor allem bei den Ausflüglern und bei den Rentnern beliebt.

Verhaltene Reaktionen auf die Preiserhöhung

Bereits vor zwei Jahren wurde der 9-Uhr-Pass teurer. Dass vor allem die Senorinnen und Senioren schon wieder zur Kasse gebeten werden, erfreut Urs Schaffner, Präsident der Zürcher Sektion von «Pro Bahn» nicht. Dass sich die Organisation gegen die Preiserhöhung wehrt, ist wenig wahrscheinlich. «Wir müssen wohl damit leben», sagt Urs Schaffner gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Vorschlag geht in die Vernehmlassung

Die höheren ZVV-Preise sind noch nicht definitv. Der Vorschlag des ZVV geht nun in die Vernehmlassung. Der Verkehrsrat mit den Vertretern aus Kanton und Gemeinden, sowie der Zürcher Regierungsrat müssen die neuen ZVV-Preise noch absegnen.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Rösli, Zürich
    Ich verstehe nicht, wieso alles immer schneller und moderner werden muss. Wer verlangt das? Ich lese immer wieder von Kundenumfragen, hatte aber noch nie Fragen zu beantworten. Es geht meiner Meinung nach allein um die Profilierungsneurose verschiedener Leiter der ÖV. Denn was bringt es schlussendlich, zwei Minuten früher an einem Ort anzukommen. Man soll doch die Verkehrsbetriebe, ob S-Bahn oder SBB, einfach .einmal im IST-Zustand fahren lassen und nicht immer Neues produzieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    "Schneller, teurer & IMMER UNPÜNKTLICHER! :-) Entweder sie fahren gar nicht, oder mit Verspätungen ist zu rechnen. Man(n)/frau bringe also nicht nur mehr Geld für das Ticket mit, sondern auch viel Zeit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jérôme Pronesti, Rothrist
    Zum Glück wohne ich im Kanton Aargau. Da sind die Preise noch gleich. HAHA Zürcher
    Ablehnen den Kommentar ablehnen