S-Bahn soll den Kanton Zürich weniger kosten

Die Leistungen der Zürcher S-Bahn sollen besser werden, aber weniger kosten. Der Zürcher Verkehrsverbund beauftragt die SBB, bis 2021 achtzig Millionen Franken einzusparen. Am Bonus-/Malus-System soll festgehalten werden.

S-Bahn Zürich

Bildlegende: Zürcher S-Bahn: Bessere Leistung für weniger Geld. Keystone

Das Bundesamt für Verkehr, der Zürcher Verkehrsverbund, die umliegenden Kantone und die SBB haben die gemeinsamen Ziele für den Zürcher S-Bahnbetrieb bis 2021 festgelegt. Die Zielvereinbarung wurde am Dienstag in Zürich unterzeichnet, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heisst. In dieser Zielvereinbarung ist unter anderem die Entwicklung der Kosten festgelegt. Die SBB sollen produktiver werden. Die Kosten für den Kanton Zürich sollen um insgesamt achtzig Millionen Franken gesenkt werden.

Gleiche Leistung für weniger Geld

Diese Einsparungen seien ohne Leistungsabbau und Qualitätseinbussen möglich, sagt die zuständige Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker-Späh. Es sei ein Gebot der Zeit, dass die Abläufe optimiert werden, auch wenn die Einsparungen für alle Beteiligten eine Herausforderung seien.

Auch SBB-Chef Andreas Meyer ist optimistisch. Diese 80 Millionen in sechs Jahren seien verkraftbar. «Beim Rollmaterialunterhalt oder Personaleinsatz kann man noch einiges machen, davon sind wir überzeugt», so Meyer.

Am Bonus-/Malus-System wird festgehalten

Das Bonus-/Malus-System soll weitergeführt werden. Dabei legt der Zürcher Verkehrsverbund klare Qualitätsansprüche bezüglich Pünktlichkeit oder Sauberkeit fest. Erfüllen die SBB diese Mindeststandards nicht, müssen sie einen Malus bezahlen. Werden die Erwartungen übertroffen, wird ihnen ein Bonus ausbezahlt.

S-Bahn Zürich

Über eine halbe Million Fahrgäste sind täglich mit der Zürcher S-Bahn unterwegs. Dies entspricht fast der Hälfte aller Kunden der SBB. Die S-Bahnzüge fahren jährlich 23 Millionen Kilometer. Die S-Bahn verbindet Menschen und Orte in acht Kantonen.