Schaffhausen: Kanton gibt Gegensteuer bei Jugend-Arbeitslosigkeit

Im Kanton Schaffhausen bricht fast einer von zehn Jugendlichen die Lehre ab. Oft steht er oder sie dann ohne Anschlusslösung da. Das Projekt READY4BUSINESS unterstützt solche Jugendliche und verhilft ihnen zu einer neuen Lehrstelle. Die Bilanz nach dem ersten Jahr ist positiv.

Eine junge Frau schleift unter Aufsicht des Lehrmeisters Lack an einem beschädigten Auto ab

Bildlegende: Wenn Jugendliche sich für eine Lehrstelle entscheiden müssen, wissen sie oft noch nicht genau, was sie gerne machen. Keystone

Jugendliche fit machen für den Arbeitsmarkt, das ist das Ziel des Projekts READY4BUSINESS. Jugendliche und junge Erwachsene können jederzeit in dieses Projekt einsteigen - also auch unter dem Jahr. Das ist deshalb wichtig, weil immer mehr junge Leute ihre Lehre abbrechen.

Überfordert von der Vielfalt der Möglichkeiten

Dass immer mehr Jugendliche mit ihrer Lehre nicht zufrieden sind, hänge mit der Vielfalt der Möglichkeiten zusammen, die es in der Berufswelt gibt, erklärt die Projektleiterin von READY4BUSINESS, Andrea Biner. Diese Vielfalt mache die richtige Berufswahl für Jugendliche heute schwieriger. Passt die Lehrstelle nicht, reagieren die jungen Leute oft auch mit gesundheitlichen Symptomen: Sie bekommen Bauchschmerzen, entwickeln Allergien oder sind ständig krank.

Positive erste Zwischenbilanz

READY4BUSINESS verschafft den Jugendlichen mehr Zeit. Sie sind fünf Tage pro Woche entweder in der Schule, in einem Praktikum oder in einer Schnupperlehre. So wird die Chance erhöht, dass sie den Beruf finden, der ihnen entspricht. Der Ansatz scheint zu funktionieren: 75 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen haben bereits eine Zusage für eine neue Lehrstelle. Von den anderen sind viele gerade erst ins Programm eingestiegen und frisch auf der Suche. Andrea Biner rechnet bei READY4BUSINESS mit einer Erfolgsquote von 90 Prozent.