Schaffhausen: mehr Geld für mehr Touristen

Drei Millionen Franken will der Schaffhauser Regierungsrat künftig investieren, um Rheinfall, Munot, Stein am Rhein oder die kulturellen Highlights des Kantons besser zu vermarkten. Bis jetzt waren es zwei Millionen Franken. Ziel ist es, mehr Gäste nach Schaffhausen und in die Hotels zu locken.

Schaffhauser Rheinfall

Bildlegende: Soll neu auch gern tagelang von Touristen bestaunt werden: der Schaffhauser Rheinfall. Keystone

Der Schaffhauser Regierungsrat hat mit seiner Investition ein klares Ziel vor Augen: Die Logiernächte sollen steigen, von heute 130'000 auf 160'000 pro Jahr. Dazu soll sich Schaffhausen neu positionieren, nicht nur als Region für Tagesausflüge, sondern als Destination für Kurzurlaube und mehrtägige Seminare und Kongresse. Prospekte und der Internetauftritt sollen dahingehend angepasst werden. 

Zur Kasse gebeten werde alle - auch die Gäste

Diese Neuausrichtung ist für die Gemeinden und Betriebe, welche vom Tourismus profitieren, nicht gratis zu haben. Die Schaffhauser Regierung will zwar ihren Beitrag für «Schaffhauserland Tourismus» auf eine knappe Million pro Jahr verdoppeln. Für den Rest müssten jedoch Gemeinden und Betriebe aufkommen. Die Beiträge, das macht der Regierungsrat deutlich, wären dabei nicht mehr freiwillig zu entrichten, wie das seit fünf Jahren der Fall ist. Für Schaffhausen, Neuhausen oder Stein am Rhein würde der Tourismus-Obulus fünf Franken pro Einwohner betragen. Ausserdem schlägt der Regierungsrat vor, dass die Hotels  bei den Gästen eine «Schaffhauser Taxe» einziehen, also eine Art Kurtaxe, von zwei bis zweieinhalb Franken pro Übernachtung. 

Die Vorschläge des Regierungsrates werden demnächst zusammen mit dem neuen Tourismusgesetz im Kantonsrat beraten. Der Rat soll noch dieses Jahr die Weichen stellen für die neue Tourismusfinanzierung.